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Rinderspacher neuer Chef der Landtags-SPD
Mittwoch, 21. Oktober 2009München - Nach einer Serie katastrophaler Wahlniederlagen hat die SPD mit der Neuwahl des Münchners Markus Rinderspacher zum Landtagsfraktionschef den Generationswechsel im Freistaat abgeschlossen. Die Fraktion wählte den 40 Jahre alten Medienmanager am Mittwoch zum Nachfolger von Franz Maget, der nach neun Jahren aufhörte.
Rinderspacher trat ohne Gegenkandidaten an und erhielt 35 von 39 Stimmen, wie ein Fraktionssprecher sagte. Der frühere Redaktionsleiter des Boulevardmagazins «taff» im Fersehsender Pro7 sitzt als Landtags-Neuling erst seit vergangenem Herbst im Parlament und ist der Junior der SPD-Fraktion. Im Sommer hatte der bayerische SPD-Landesverband mit dem 36 Jahre alten Niederbayern Florian Pronold einen jungen Nachwuchspolitiker zum Landesvorsitzenden gewählt.
Rinderspacher plant als eine seiner ersten Amtshandlungen eine gründliche Analyse des Niedergangs der SPD in den vergangenen Jahren. Er konnte sich bei der Kandidatenfindung in der vergangenen Woche gegen drei etablierte Konkurrenten durchsetzen: den Münchner SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann, den Schwaben Harald Güller und den Nürnberger Fraktionsvize Thomas Beyer. Da keiner der drei eine klare Mehrheit in der SPD-Fraktion hatte, setzte sich am Ende Rinderspacher durch. Maget dankte seinen Kollegen zum Schluss und sagte: «Für mich ist es immer eine große Ehre gewesen, für Euch tätig zu sein.» Zum Abschied bekam er eine Kiste Weißbier. Rinderspacher hingegen wurde mit einer Stehleiter begrüßt - «weil es für ihn und mit ihm aufwärts geht», sagte der Fraktionssprecher.
(Zusammenfassung bis 1630 - ca. 50 Zeilen)
[SPD-Fraktion im Landtag]: Maximilianeum, München dpa ch yyby n1 jb
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