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Auftaktveranstaltung des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger (VBZ) zum "Medienführerschein Presse" für Kinder im Maximilianeum

Logo Pressestelle Bay. Landtag   Montag, 26. Oktober 2009
Mehr als 70 Kinder haben heute im Bayerischen Landtag erste Erfahrungen im Journalismus gesammelt: Bei einer Kinderpressekonferenz konnten Buben und Mädchen der dritten und vierten Jahrgangsstufe im Rahmen des Projekts „Medienführerschein Presse“ ihre Fragen zu Print- und Online-Medien an Experten richten. Der „Medienführerschein Presse“ wurde vom Verband der Bayerischen Zeitungsverleger (VBZV) erarbeitet. Er ist Bestandteil der Initiative „Medienführerschein Bayern“, die Kinder für den Umgang mit unterschiedlichen Medienformaten rüsten soll.

Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, hieß die Schulklassen aus Bamberg, Straubing und Gröbenzell zum Projektstart „Medienführerschein Presse“ im Namen von Landtagspräsidentin Barbara Stamm herzlich im Maximilianeum willkommen. Sie wünschte den Kindern viel Spaß beim Medientraining sowie viel Erfolg bei der Führerschein-Prüfung: „Ihr seid die Ersten, die diesen Führerschein erwerben können!“

„In der heutigen Welt muss man mit den Medien umgehen können“, sagte Kultusstaatssekretär Marcel Huber und erläuterte den Kindern Risiken und Gefahren des Internets mit einem Vergleich: Wie man beim Fahrradfahren nicht nur mit Bremsen und Pedalen umgehen und Gleichgewicht halten muss, sondern auf offener Straße den Verkehr und seine Risiken beachten - so biete auch das Internet Risiken, auf die man als Teilnehmer im großen Datenverkehr vorbereitet sein müsse.

Auch VBZV-Vorsitzender Andreas Scherer unterstrich: „Wir befinden uns heute auf einer Medienautobahn mit massenhaften und verwirrenden Querverbindungen, aber kaum Verkehrsregeln.“ Wie im Straßenverkehr sollten auch bei der Mediennutzung klare Regeln beachtet werden: „Unser Medienführerschein Presse soll euch dabei helfen, im Umgang mit der Zeitung und vor allem dem Computer nützliche Regeln kennenzulernen und einzuüben.“

Den Fragen der Kinder stellten sich im Anschluss erfahrene Redakteure, darunter der Chefredakteur der Zeitung Fränkischer Tag, Armin Maus, der Sportressortchef der Mittelbayerischen Zeitung, Gerd Schneider, sowie Cathrin Kahlweit von der Süddeutschen Zeitung. Zuversicht äußerten sie etwa auf die vorsichtige Frage eines Schülers „Wird es Zeitungen noch geben, wenn ich erwachsen bin?“ und ein „Leider nein“ auf die Frage, ob es überall in Europa Pressefreiheit gebe.

Der Verband der Bayerischen Zeitungsverleger (VBZV) bündelt nach eigenen Angaben die Interessen von knapp 50 Zeitungshäusern in Bayern mit einer Gesamtauflage von knapp 2,6 Millionen Exemplaren. Mit dem Projekt "Medienführerschein Presse" sollen im laufenden Jahr bayernweit 750 und im kommenden Jahr bereits 1500 Grundschulen erreicht werden. /kh/dpa