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Stiftung Maximilianeum

Die Stiftung "Maximilianeum", 1852 von König Maximilian II. als "Athenäum" gegründet, diente dem Ziel, hochbegabte junge Männer zu fördern, und zwar unabhängig von deren sozialer Herkunft. Ziel war es, eine Elite für die Staatsverwaltung auszubilden. Diese Stiftung des Königs gibt es bis heute. 

Bild: König Maximilian II. von Bayern - Copyright: Bildarchiv Bayerischer Landtag - Foto: Rolf Poss
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König Maximilian II. von Bayern
© Bildarchiv Bayerischer Landtag
Der Begriff "Maximilianeum" beinhaltet Dreifaches: die Studienstiftung, das Bauwerk und das Bayerische Parlament.

Schon als Kronprinz fasste König Maximilian II. von Bayern den Plan, auf der Isarhöhe bei München einen großen Nationalbau »zur Hebung des monarchischen nationalen Volksgeistes« errichten zu lassen. Dazu gesellte sich bald die Idee eines »Athenäums«, einer Anstalt mit dem Ziel, talentvollen bayerischen Jünglingen (jeglichen Standes) die Erreichung jener Stufe wissenschaftlicher und geistiger Ausbildung zu erleichtern, welche zur Lösung der höheren Aufgaben des Staatsdienstes erforderlich ist«. 1852 wurde das »Athenäum«, das endgültig seit 1857 nach dem Stifter »Maximilianeum« heißt, provisorisch in einem Mietshaus untergebracht. Als Stipendiaten wurden sechs Abiturienten aus Bayern und der Pfalz ausgewählt, die ohne materielle Sorgen Rechts- und Staatswissenschaften studieren konnten.
König Maximilian II. war es nicht mehr vergönnt, die Vollendung des Anstaltsgebäudes zu erleben, und auch die juristische Form erhielt die Stiftung erst unter seinem Sohn, König Ludwig II. Gemäß der Urkunde von 1876 gehören der Stiftung bis heute der Maximilianeums-Bau sowie eine Galerie mit Historienbildern und Marmorbüsten. Nach dem Ende der Monarchie 1918 ging das Protektorat über das Maximilianeum auf die Ludwig-Maximilians-Universität München über. Dies ist bis auf den heutigen Tag so geblieben.
Bild: Stipendiaten in der Stiftungsbibliothek - Copyright: Bildarchiv Bayerischer Landtag - Foto: Rolf Poss
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Stipendiaten in der Stiftungsbibliothek
© Bildarchiv Bayerischer Landtag
Die Inflation zehrte das Stiftungsvermögen rasch auf, so dass als einzige spärliche Einnahmequelle die Eintrittsgelder der Galerie blieben. Die finanzielle Situation besserte sich erst, als das ausgebombte bayerische Parlament 1949 ins Maximilianeum einzog. Der Landtag zahlt einen jährlichen Miet- und Erbbauzins und trägt die Unterhaltspflicht für das Gebäude.
Seit 1980 ermöglicht die »Wittelsbacher-Jubiläums-Stiftung« auch begabten jungen Frauen aus Bayern ein Stipendium. So haben seit der Gründung der Anstalt rund 800 Studentinnen und Studenten die Vorzüge der beiden Stiftungen genossen. Alle Stipendiaten – zurzeit 50, davon 17 Frauen – sind zusammen mit dem Bayerischen Landtag unter dem Dach des Maximilianeums untergebracht.
Bekannte »Maximilianeer« waren u. a. die Ministerpräsidenten Eugen Ritter von Knilling (1865-1927) und Franz-Josef Strauß (1915-1988) sowie der Physiknobelpreisträger Werner Heisenberg (1901-1976) und der Schriftsteller Carl Amery (1922-2005).