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Bundespräsidenten-Wahl bringt Landtag durcheinander

Logo dpa   Donnerstag, 10. Juni 2010

München - Die Wahl des neuen Bundespräsidenten bringt Ende Juni auch den Landtagsbetrieb durcheinander. Der Ältestenrat hat die Sitzungen in der Woche vom 28. Juni bis 2. Juli wegen der Bundesversammlung gestrichen, wie die Landtags-Pressestelle am Donnerstag mitteilte. Grund ist, dass mehr als die Hälfte der 180 Landtags-Abgeordneten als Delegierte oder Ersatzdelegierte für die Bundesversammlung am 30. Juni nominiert sind. In der ganzen Woche findet deswegen nur eine einzige Sitzung im Landtag statt: Der Untersuchungsausschuss zum Milliardendebakel der BayernLB in Österreich tagt am Freitag, den 2. Juli.

Die 95 bayerischen Delegierten für die Bundesversammlung wurden in der Plenarsitzung am Donnerstag ohne große Diskussion gewählt. Die CSU stellt 47 Wahlleute, SPD und Grüne zusammen 30, die Freien Wähler 10 und die FDP acht. Einziger Nicht-Politiker unter den 95 ist der Jazzmusiker Klaus Kreuzeder, der von SPD und Grünen nominiert wurde. Die CSU schickt neben vielen amtierenden Mandatsträgern auch die zwei Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber und Theo Waigel und den früheren Ministerpräsidenten Günther Beckstein zur Bundespräsidenten-Wahl.

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