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Gutachter: BayernLB hätte HGAA nie kaufen dürfen
Dienstag, 22. Juni 2010München - Bei der Aufarbeitung des BayernLB-Debakels mit der maroden Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hat ein Sachverständiger den früheren Vorständen und Verwaltungsräten der Bank miserable Zeugnisse ausgestellt. Zum einen kommt der Bonner Wirtschaftsrechts-Professor Marcus Lutter zu dem Schluss, dass die BayernLB die HGAA nie hätte kaufen dürfen, weil dies dem öffentlichen Auftrag der Bank zuwider gelaufen sei. Zum anderen machte Lutter am Dienstag vor dem BayernLB-Untersuchungsausschuss des Landtags deutlich, dass der Kauf seiner Einschätzung nach übereilt und entgegen üblichen Vorgehensweisen erfolgte. Die HGAA sei als «Katze im Sack» gekauft worden - ohne abgeschlossene Risikoprüfung oder ausreichend Garantien, also mit einem «ungewöhnlich hohen Risiko». Er habe so etwas noch nie erlebt.
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