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Senatssaal
Der vom Bauherrn des Maximilianeums, König Maximilian II., ebenso wie der südliche Saal (heute Plenarsaal) und der Steinerne Saal großzügig mit Monumentalgemälden ausgestattete nördliche Galeriesaal war im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört worden.Von den ursprünglich in den drei Sälen ausgestellten 30 Werken gingen 13 bei den Luftangriffen auf München unwiederbringlich verloren. Die verbliebenen Ölgemälde konnten nach dem Krieg an anderer Stelle im Maximilianeum untergebracht werden, sodass nach dem Wiederaufbau der nördliche Saal als Sitzungssaal für die "Ständekammer", den Bayerischen Senat, dienen konnte. Seinem neuen Zweck entsprechend erhielt der Saal den Namen "Senatssaal". Auch nach der Auflösung des Bayerischen Senats durch Volksentscheid, mit Wirkung zum 31.Dezember 1999, wurde der Name "Senatssaal" beibehalten.
Für einen modernen Parlamentsbetrieb war der rund 300 Quadratmeter umfassende Senatssaal zunehmend unzureichend ausgestattet: Einfach verglaste Fenster, veraltete Heiz- und Lüftungstechnik, ein seit 1949 mehrfach abgeschliffenes Parkett, die provisorische Lautsprecheranlage und eine marode elektrotechnische Ausstattung machten eine grundlegende Sanierung dringend erforderlich.
150 Jahre nach der Grundsteinlegung für das Maximilianeum wurde im Mai 2007 mit dem Rück- bzw. Umbau des ehemaligen Senatssaals inklusive der damit zusammenhängenden Sanierung der Haustechnik begonnen. Nach gut einjähriger Bauzeit steht er für die im Herbst 2008 beginnende 16. Wahlperiode als moderner multifunktionaler Veranstaltungsraum wieder zur Verfügung.
Als Würdigung an seine ursprüngliche Nutzung als Galeriesaal schmückt den Raum an der Westseite die von Wilhelm von Kaulbach (1805-1874) in Öl auf Leinwand in Szene gesetzte Seeschlacht zwischen Griechen und Persern bei Salamis. Das Gemälde ist 53,35 Quadratmeter groß.
Daneben hängt das Historienbild des Münchner Akademieprofessors Philipp Foltz (1805-1877): "Die Demütigung Kaiser Friedrich Barbarossas durch den Welfenherzog Heinrich den Löwen in Chiavenna 1176".
In Reminiszenz an die Nachkriegszeit und die ursprüngliche Ausstattung des "alten" Plenarsaals prangt an der nördlichen Stirnwand des Senatssaals ein von Prof. Hermann Kaspar (1904-1986) entworfener Gobelin mit dem von zwei Löwen gehaltenen Großen Bayerischen Staatswappen. Es setzt sich zusammen aus dem Pfälzer Löwen, dem fränkischen Rechen, dem blauen Panther Altbayerns, den drei Staufer Löwen Schwabens, den Wittelsbacher Rauten im Herzschild und der so genannten Volkskrone. Ebenfalls darauf zu sehen, sind die Wappen der (bis 1945 acht) Regierungsstädte Bayerns.Von links: Augsburg, München, Regensburg, Würzburg, Landshut, Bayreuth, Speyer und Ansbach.













Hier können Sie einen virtuellen Spaziergang durch das Maximilianeum unternehmen.
Broschüren zum Bestellen finden Sie unter nachfolgendem Link.












