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24.01.2012 - Mittelschule Rötz

Bild: Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Rötz diskutieren mit ihren Abgeordneten. - Copyright: Mittelschule Rötz - Foto:
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Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Rötz diskutieren mit ihren Abgeordneten.
© Mittelschule Rötz
Was tun eigentlich unsere Landtagsabgeordneten?
Am Dienstag, den 24.01.12, besuchte die 9. Klasse der Mittelschule Rötz den Bayerischen Landtag in München, um dieser Frage nachgehen zu können.
Die Fahrt begann spannend, da starker Schneefall herrschte.
Nach einem kurzen Abstecher nach Abensberg zum Hundertwasserturm, kam die Klasse um 11:45 am Maximilianeum an. Nach der Anmeldung durch den Klassenlehrer Johann Schinabeck wurden die Schüler von der Oberstudienrätin Frau Betz empfangen und begrüßt. Als erstes bekamen sie eine Mahlzeit und anschließend eine Führung durch das Obergeschoss. Hierbei besichtigten sie den Plenarsaal, an dem am 25.01.12 die traditionelle Plenarsitzung stattfinden wird. Hier durften sie auf Stühlen von Politikern wie Horst Seehofer sitzen. Stefan Hauser saß auf dem Platz von Herrn Aiwanger, der auf dem ersten Platz in der ersten Reihe links vom Gang bei den Freien Wählern seinen Platz hat. Die Freien Wähler sind mit 20 Abgeordneten im Landtag vertreten und gehören der Opposition an. Rechts vom Gang sitzen die Abgeordneten der Regierungskoalition. Natürlich aus der Sicht der Landtagspräsidentin Frau Stamm. Alle Schüler nahmen auch auf den Plätzen der Regierung, von Frau Stamm und den Beisitzern ein Proberegieren vor.
Im Plenarsaal sitzen 187 Abgeordnete, die fünf verschiedenen Fraktionen angehören, der CSU, der FDP, den Freien Wählern, der SPD und der Grünen. Die Landtagspräsidentin hat im Landtag eine höhere Stellung als der Ministerpräsident Horst Seehofer. Das Maximilianeum gehört der Maximiliansstiftung, deshalb muss der Landtag Miete zahlen. Die Stiftung Maximilianeum wurde im Jahre 1852 von König Maximilian II. von Bayern zu dem Zwecke gegründet, hochbegabten bayerischen Abiturienten ein sorgenfreies Studium an einer Münchner Universität zu ermöglichen. Maximilian wollte mit seiner Gemäldesammlung in dem Gebäude den Münchnern auch die Geschichte näher bringen, da kaum jemand lesen konnte. In einer Glasvitrine steht das Modell des Adlers, der ersten Lokomotive in Bayern. Sie wurde im Grundstein gefunden und dient jetzt als Kulisse bei Empfängen. Im Senatssaal hängt mit 53 m2 das größte Bild und zeigt die Schlacht von Salamis. Der alte Teppich, der 2005 bei der Renovierung des Plenarsaales entfernt wurde, stellt das große Staatswappen dar. Er hat aber acht Regierungsbezirke abgebildet, die Pfalz ist dabei. Der Senatssaal dient nur bei Feierlichkeiten.
Anschließend hatte die Klasse ein Gespräch mit Herrn Sackmann von der CSU, Herrn Dr. Vetter von den Freien Wählern und Frau Scharfenberg von den Grünen. Die Klasse stellte Fragen und bekam auf diese teilweise sehr interessante Antworten. So wurde die Frage gestellt, ob man in Rötz nicht mehr Freizeitaktivitäten ermöglichen könne. Daraufhin bekamen sie das Angebot von Herrn Dr. Karl Vetter, ihm eine Mail zu schreiben und ihm darin konkret mitzuteilen, welche Verbesserungsvorschläge die Schüler für Rötz haben. Er versprach, dass er dann persönlich mit dem Bürgermeister Reger reden werde. Die Kindergärten werden in den Dörfern sehr hoch vom Freistaat gefördert, antwortete Markus Sackmann. Die Gemeinden zahlen ebenfalls mit. Die Kirche zahlt 20% der Kosten. Auch die Kinderkrippen werden unterstützt.
Sackmann sagte auch, dass in die bayrischen Schulen 8 Milliarden investiert würden. Frau Scharfenberg griff Herrn Sackmann an, es sei viel zu wenig getan worden für die kindliche Förderung. Herr Sackmann bestätigte dies für die Stadt München, die werde aber von der SPD regiert. Der Freistaat sei bis 2019 an den Länderfinanzausgleich gebunden, so fließen 3,7 Milliarden in den Haushalt anderer Bundesländer. Dieses Geld fehlt in Bayern. Dem pflichtete Herr Vetter bei und verlangte, dass die anderen Bundesländer mehr sparen sollen. Frau Scharfenberg widersprach den Forderungen. Die Ausgabenpolitik sei Ländersache.
Nach diesem sehr aufschlussreichen Gespräch durfte die Klasse 9 bei einem Ausschuss zuhören. Dabei ging es um die Villa von Hans Albers, die der Freistaat in den letzten 5 Jahren ungenutzt ließ. Der Sprecher der Grünen monierte, dass ein Verkauf eine Verschwendung des Eigentums des Bayerischen Staates sei. Nach längerem Diskurs wurde die Abstimmung vertagt. Auch hier prallten die Meinungen der Fraktionen hart aufeinander.
Frau Betz wollte den Schülern noch den Empfang von dem türkischen Europaminister durch Frau Stamm zeigen, aber dieser verspätete sich.
Nachdem die Klasse noch Material zur Nachbereitung bekommen hatte, verabschiedete sie sich von Frau Betz. Um 16:00 Uhr traten die Schüler den Heimweg an.
Alle fanden, dass es sehr informativ war.