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Die Gedächtnisstütze. Wie ist die Diskussion gelaufen, und wer hat wofür gestimmt? Das Protokoll verrät´s

Maximilian, Maria und Sepp diskutieren darüber, wer bei der nächsten Party für Getränke, Essen, Einladungen, Musik und wer für die Raumdekoration verantwortlich ist. Bei der Party im letzten Jahr hatte jemand vergessen, das Essen zu besorgen. Anschließend gab es einen Streit, weil sich keiner mehr sicher war, wer dafür zuständig war. Deshalb überlegen sie, auf welche Weise die Festlegungen auch später und auch von denen, die nicht anwesend waren, nachvollzogen und überprüft werden könnten.

Was meint Ihr?
- Man müsste festhalten, wie die Besprechung verlaufen ist. Dann kann man auch später noch feststellen, wer eigentlich welche Erledigung hätte machen müssen.
- Die gesamte Diskussion müsste in einem Protokoll festgehalten werden. Das hilft auch denen, die bei der Besprechung nicht dabei sein konnten.
- Es reicht, wenn man die Beschlüsse kurz notiert. Sie sind schließlich das Wesentliche. 
- Warum muss alles aufgeschrieben werden? Es muss doch möglich sein, sich auf die Zusagen der Mitschülerinnen und Mitschüler zu verlassen.

So funktioniert`s in der Politik
Im Bayerischen Landtag steht man vor ähnlichen Problemen. Deshalb gibt es Frauen und Männer in der Landtagsverwaltung, die in Kurzschrift (Stenografie) mitschreiben, was in den Sitzungen gesagt und beschlossen wurde.

Bei den Sitzungen der Ausschüsse werden Sinnprotokolle bzw. Verlaufsprotokolle erstellt, in denen steht, was passiert ist, in denen aber nicht der genaue Wortlaut der Diskussion zwischen den Abgeordneten wiedergeben wird. Bei Sitzungen der Vollversammlung ist unter Umständen der genaue Wortlaut interessant. Deshalb werden hier Wortprotokolle erstellt, die dann im Internet veröffentlicht werden.