Bayerischer Landtag

Landtagswahl 2013

Bayern hat am 15. September 2013 ein neues Landesparlament gewählt. Die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger entschieden an diesem Tag über die Zusammensetzung des 17. Bayerischen Landtags.

Wahltermin

Die Wahl zum 17. Bayerischen Landtag fand am 15. September 2013 statt. Über das amtliche Endergebnis informiert der Landeswahlleiter mehr

 

Informationen zum Wahlsystem

Das Wahlgebiet leitet sich aus der Einteilung des Staatsgebiets in Regierungsbezirke und in Landkreise und kreisfreie Städte ab. Bayern ist in sieben Regierungsbezirke eingeteilt: Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben. Jeder Regierungsbezirk stellt einen Wahlkreis dar. Also gibt es in Bayern sieben Wahlkreise.

Bezogen auf die Wahlkreise entfallen 60 Sitze im Landtag auf Oberbayern (2008: 58, 2003: 57), 18 Sitze auf Niederbayern, jeweils 16 Sitze auf die Oberpfalz und auf Oberfranken (2008: 17), 24 Sitze auf Mittelfranken (2003: 25), 20 Sitze auf Unterfranken und 26 Sitze auf Schwaben.

Die Wahlkreise wiederum sind in Stimmkreise eingeteilt. Stimmkreise sind die Landkreise und kreisfreien Städte bzw., davon abweichend, „räumlich zusammenhängende Stimmkreise“. Ein Stimmkreis umfasst rund 125 000 Einwohner.

Je die Hälfte der 180 Abgeordneten wird entweder direkt in Stimmkreisen oder über Listen in den Wahlkreisen gewählt. Mit der Wahl am 15.09.2013 wurden insgesamt 90 „Stimmkreisabgeordnete“ (2008: 91, 2003: 92) und 90 „Wahlkreisabgeordnete“ (2008: 89, 2003: 88) bestimmt.

 

Stimmkreise

Für jeden Stimmkreis stellen die Parteien bzw. die organisierten Wählergruppen jeweils einen Kandidaten/eine Kandidatin auf. Die Wählerinnen und Wähler in diesem Stimmkreis können dann mit ihrer Erststimme eine/n dieser Kandidaten/-innen wählen. In den Bayerischen Landtag zieht ein, wer die Mehrheit der Erststimmen in einem Stimmkreis erhält (Voraussetzung: Die Partei des Stimmkreisgewinners muss bayernweit insgesamt mindestens fünf Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen erhalten haben).Ein Stimmkreis umfasst durchschnittlich 125 000 Einwohner. Für die Wahlgerechtigkeit ist es wichtig, dass die Bevölkerungszahl in allen Stimmkreisen ungefähr gleich groß ist. Deswegen geschieht es immer wieder, dass die Stimmkreisgrenzen in Folge von veränderten Einwohnerzahlen neu festgelegt werden. So werden für die Wahl im Herbst 2013 in Oberfranken und in der Oberpfalz nur noch acht Stimmkreise (2008: 9 Stimmkreise) gebildet. In Oberbayern kommt zu den bislang 29 Stimmkreisen einer hinzu (Neuburg-Schrobenhausen). Insgesamt gibt es deshalb bei der Landtagswahl 2013 90 Stimmkreise (2008: 91).

 

Wahlkreise

Neben den Stimmkreisen sind die Wahlkreise für die Landtagswahl die zweite wichtige wahlgeografische Größe: Jeder der sieben bayerischen Regierungsbezirke fungiert als Wahlkreis.

Die Parteien und Wählergruppen bilden für diese Wahlkreise. Die Wählerinnen und Wähler eines Wahlkreises geben ihre Zweitstimme einem Bewerber/einer Berwerberin aus diesen Listen. Die von den Parteien oder organisierten Wählergruppen festgelegte Reihenfolge auf den Listen müssen die Wähler/-innen nicht beachten, sondern sie können zum Beispiel auch einen Kandidaten/eine Kandidatin auf einem hinteren Listenplatz wählen. Auf Grund der Gesamtstimmenzahl aus Erststimmen (sofern ein Bewerber/eine Bewerberin auch in einem Stimmkreis kandidiert hat) und Zweitstimmen ergibt sich die Reihenfolge aller Wahlkreiskandidaten. Jeder, der einen Platz innerhalb der für den Wahlkreis insgesamt zu vergebenden Sitzzahl erreicht hat, kann ins Parlament einziehen.

Insgesamt können über die Wahlkreise 90 Abgeordnete (2008: 89) bestimmt werden. Mit Blick auf die Wahlgerechtigkeit richtet sich die Anzahl der insgesamt zu vergebenden Sitze in einem Wahlkreis nach der Einwohnerzahl. So erhält Oberbayern ein Listenmandat zusätzlich (insgesamt 30; 2008: 29), weil seine Bevölkerungszahl zugenommen hat.

Wahlkreise in Bayern:

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