Bayerischer Landtag

MEN: Stimmen zum Neubau

Schlüssel für die symbolische Schlüsselübergabe. Rechts: Feierstunde im Senatssaal. | Foto: Rolf Poss
Schlüssel für die symbolische Schlüsselübergabe. Rechts: Feierstunde im Senatssaal. | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Donnerstag, 24. Mai 2012
– Von Katja Helmö –

65 Büroräume, drei Besprechungsräume und ein Konferenzsaal – der neue Erweiterungsbau im Nordhof des Maximilianeums (MEN) lindert die bisherige Raumnot im Maximilianeum. Die Redaktion befragte Vertreter der fünf Landtagsfraktionen – zwei Abgeordnete, die in den Neubau gezogen sind, sowie drei Fraktionsgeschäftsführer – wie sie das zusätzliche Raumangebot bewerten.

Georg Winter, Vorsitzender des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen

CSU

„Der Neubau stellte für die Architekten eine große Herausforderung dar: Bei wenig Platz das Gebäude in der direkten Nachbarschaft zum Bestand so einzufügen, dass es den Ansprüchen der Nutzer gerecht wird. Dies ist nach meinen bisherigen Erfahrungen bestens gelungen. Insbesondere ein gutes Raumklima wurde im Passivhausstandard erreicht. Im Gegensatz zum bisherigen Büro, in dem die Belichtung unzureichend war, konnte diesem Wunsch im 5. Stock gut entsprochen werden.“

Hans Joachim Werner, Vorsitzender des Ausschusses für Eingaben und Beschwerden

SPD

„Mein neues Büro befindet sich im 1. Stock, auf der Westseite des Erweiterungsbaus. Der Ausblick ist nicht so schön wie von meinem früheren Büro aus, von dem ich aus dem dritten Stock auf Haidhausen geblickt habe. Nun geht der Blick zum Innenhof. Aber das Büro ist sehr zweckmäßig, hell und freundlich. Das Wichtigste ist, dass ich meine bisherigen Nachbarn, Maria-Isabel Sevilla und Dieter Klotz, vom Ausschussdienst Eingaben und Beschwerden behalten habe. Insgesamt erleichtert die Konzentration der Büros im Landtag die Arbeit der Abgeordneten. Deswegen war es – trotz architektonischer Problematik – richtig, den Erweiterungsbau zu errichten.“  

Petra Ranke, Fraktionsgeschäftsführerin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion

FREIE WÄHLER

„Der politische Wettbewerb im Bayerischen Landtag hat in der 16. Wahlperiode mit dem Einzug neuer Fraktionen – darunter der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion – deutlich zugenommen. Das ist im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Bayerns gut so, fordert jedoch bei der Unterbringung von Abgeordneten und Fraktionsmitarbeitern seinen Tribut. Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus im Nordhof beseitigt der Bayerische Landtag den zuvor grassierenden Platzmangel und setzt in punkto energetischem Bauen zugleich neue Maßstäbe. In diesem Sinne freuen wir uns, unsere Politik für die Menschen im Freistaat künftig aus einem hochmodernen Gebäude heraus gestalten zu dürfen.“

Ulrike Gote, Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Bündnis 90/Die Grünen

„Die angespannte Raumsituation im Bayerischen Landtag hat sich zu Beginn der 16. Legislaturperiode durch den Einzug von erstmals fünf Fraktionen noch einmal verschärft, was insbesondere Bündnis 90/Die Grünen als kleinere Fraktion zu spüren bekommen hat: Trotz einer Vergrößerung der Fraktion um gut 26 Prozent erhielt die Fraktion nur einen räumlichen Zuwachs in Höhe von knapp 12 Prozent. Auch Sitzungsräume waren im Landtag zeitweise Mangelware.

Der Erweiterungsbau im Nordhof des Maximilianeums, der auch in punkto Energieeinsparung und Barrierefreiheit Maßstäbe setzt, entspannt die Situation für die Fraktionen jetzt spürbar. Auch wenn nicht alle Fraktionen neue Räume im Neubau beziehen, verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die Fraktionen deutlich: Das insgesamt erweiterte Raumangebot erlaubt es endlich, mehr angemessen ausgestattete Arbeitsplätze für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzurichten und den Mangel an Sitzungsräumen zu lindern.“

Dr. Thomas Hahn, Geschäftsführer der FDP-Fraktion

FDP

„Mit dem Erweiterungsbau entspannt sich die Raumsituation im Landtag. Die FDP-Fraktion erhält drei Räume im fünften Obergeschoss. Hier werden Mitarbeiter ihren Platz finden, die bisher in Außenbüros untergebracht waren, oder sich zu dritt bzw. zu viert ein Landtagsbüro geteilt haben. Eng bleibt es bei uns trotzdem: zwei bis drei Personen pro Büro sind die Regel – das gilt auch für die Abgeordneten. Unser Dank gilt den Mitarbeitern des Landtagsamts, die 2008 beim Einzug der neuen Fraktionen zusammengerückt sind oder Büros außerhalb des Maximilianeums bezogen haben. Das gute Arbeitsklima im Landtag wird mit dem neuen Platzangebot sicher weiter gestärkt.“

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