Bayerischer Landtag

Stenografen des Landtags sind spitze

Landtagsstenografen holen in Neumarkt in der Gesamtwertung den Meistertitel (v.li.): Alfred Vogel, Kerstin Köck, Dr. Michael Geiger, Annett Kindler, Volker Springwald und Dr. Stefan Schubert. | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Donnerstag, 18. Mai 2017

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Stenografischen Dienst des Bayerischen Landtags sind Meister ihres Faches: Bei den Bayerischen Meisterschaften 2017 in Kurzschrift erzielten sie in der Gesamtwertung Platz 1. Neben Dr. Michael Geiger, Annett Kindler, Kerstin Köck, Volker Springwald und Alfred Vogel vom Landtagsamt waren an dem Wettbewerb außerdem zwei Kollegen beteiligt, die regelmäßig im Sitzungsbetrieb des Parlaments aushelfen: Georg Frühschütz und Dr. Stefan Schubert.


Der Bayerische Stenografenverband veranstaltet alle zwei Jahre Landesmeisterschaften in „Kurzschrift“, „Texterfassung“ und „Textbearbeitung/Textgestaltung“. Der Wettbewerb im Fach Kurzschrift wird in drei unterschiedlichen Leistungskategorien durchgeführt. In der Meisterklasse wird ein fortlaufender Text ab 250 Silben in der Minute diktiert, wobei sich die Geschwindigkeit nach jeder Minute um 25 Silben pro Minute erhöht. In diesem Jahr wurde nach einem älteren Wettkampfmodus vorgegangen, bei dem sich die Geschwindigkeit ab der fünften Minute (350 Silben) um 30 Silben je Minute erhöht, so dass in der zehnten und letzten Minute der Ansage sogar 500 Silben je Minute diktiert wurden. Der Text war bei dieser Meisterschaft erheblich anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren.

Sprint auf dem Papier:
Mehr als 300 Silben pro Minute


In der Meisterklasse hat Dr. Stefan Schubert mit acht gültig übertragenen Minuten die Geschwindigkeit von 440 Silben pro Minute und damit den ersten Platz erreicht. Er wurde damit bayerischer Meister in Kurzschrift. Den zweiten Platz belegte Volker Springwald mit sechs gültig übertragenen Minuten und der Geschwindigkeit 380 Silben. Dr. Michael Geiger erzielte mit drei übertragenen Minuten und 300 Silben den dritten und Alfred Vogel, ebenfalls mit drei Minuten und 300 Silben, den vierten Platz.

In der zweiten Leistungsklasse, der Praktikerklasse 2, startete Kerstin Köck, die im März 2016 in den Stenografischen Dienst eingetreten ist. In dieser Klasse wird der gleiche Text, der auch in der Meisterklasse angesagt wird, in der Geschwindigkeit von zunächst 160 Silben pro Minute diktiert, wobei sich die Geschwindigkeit pro Minute um jeweils 20 Silben steigert. Kerstin Köck erreichte in dieser Klasse in der vierten Minute bravouröse 220 Silben pro Minute und belegte damit von insgesamt neun Teilnehmern dieser Klasse Rang 3.

In der Praktikerklasse 1 ging Annett Kindler an den Start. In dieser Klasse wurde ein anspruchsvoller wirtschaftspolitischer Text, ebenfalls in steigender Geschwindigkeit, diktiert. Das Diktat begann mit 100 Silben in der ersten Minute und steigerte sich in jeder weiteren Minute um 15 Silben. Annett Kindler erreichte in dieser Klasse in der dritten Minute 130 Silben.

Auch Teamarbeit war bei der Meisterschaft der Schnellschreiber, die heuer in Neumarkt ausgetragen wurde, gefragt: Die Mannschaft des Stenographen-Zentralvereins Gabelsberger in München erreichte in der Besetzung Kerstin Köck, Annett Kindler, Alfred Vogel, Georg Frühschütz und Volker Springwald mit 1946 Punkten den ersten Platz. Den zweiten und dritten Platz errangen die Mannschaften des Stenovereins Straubing 1859 e. V. (1426 Punkte) und des Stenografenvereins Regensburg 1864 e. V. (1407 Punkte). / kh

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