Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Barbara Stamm zu paneuropäischem Picknick vor 25 Jahren: „Wunsch nach Freiheit und Demokratie kann nicht aufgehalten werden“

"Paneuropäisches Frühstück" an der ungarisch-österreichischen Grenze

Dienstag, 19. August 2014

Vor genau 25 Jahren, am 19. August 1989, nutzten rund 600 Bürgerinnen und Bürger der DDR ein „paneuropäisches Picknick“ an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich zur Flucht in den Westen. In den folgenden Wochen wollten immer mehr über den Umweg Ungarn in den Westen fliehen.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm betont anlässlich dieses historischen Tages: „Die Ereignisse beim paneuropäischen Picknick zeigen einmal mehr, dass der Wunsch nach Freiheit und Demokratie nicht aufgehalten werden kann. Der Eiserne Vorhang ist damals immer löchriger geworden. Solche Tage wie der 19. August haben den Weg bereitet zur Freiheit in Osteuropa und schließlich zur deutschen Wiedervereinigung. Dem Bayerischen Landtag ist es daher ein großes Anliegen, an die damalige Zeit zu erinnern.“

Nachdem 180 DDR-Bürgerinnen und Bürger Zuflucht in der deutschen Vertretung in Budapest gefunden und immer wieder ungarische Grenzschützer Menschen an der Grenze aufgegriffen hatten, erlaubt die ungarische Regierung schließlich am 11. September 1989 die Ausreise. Tausende DDR-Bürger nutzen die Chance, die ersten dieser „Republikflüchtlinge“ landen in Ostbayern.

Der Bayerische Landtag erinnert am 12. September 2014 mit einer Festveranstaltung an diesen historischen Wendepunkt. Zeitzeugen und politische Akteure von damals, aber auch Vertreter der Einsatzkräfte werfen im Großen Rathaussaal der Stadt Passau gemeinsam den Blick zurück auf diese dramatischen Tage, als die ersten Neuankömmlinge vor Ort willkommen geheißen wurden. Es waren Tage großer Emotionen, getragen von einer beispiellosen Welle der Hilfsbereitschaft seitens der österreichischen und der bayerischen Bevölkerung. /pre /kh

Hinweis:
Die Veranstaltung des Bayerischen Landtags in der Dreiflüssestadt wird live im Bayerischen Fernsehen und im Bayerischen Rundfunk übertragen.

 

 

DDR-Flüchtlinge mit ihren Kindern gehen am 19. August 1989 durch das geöffnete Grenztor
Alois Mock (li.), Österreichs Außenminister, und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn beim Durchtrennen des Eisernen Vorhangs | Foto: dpa
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