Bayerischer Landtag

Stimmen der Fraktionsvorsitzenden zur Necas-Rede:

Donnerstag, 21. Februar 2013

Georg Schmid, Vorsitzender der CSU-Fraktion

CSU

„Es war eine historische Rede, weil sie in beeindruckender Weise die Geschichte der beiden Länder vor Augen geführt hat und die Verantwortung, die aus dieser Geschichte erwächst. Ich bin sehr dankbar, dass Premierminister Nečas sein Bedauern über das Unrecht der Vertreibung ausgedrückt hat. Aus meiner Sicht ist das eine gute Voraussetzung, dafür zu sorgen, dass im Zuge des europäischen Integrationsprozesses das Unrecht der Vertreibung insgesamt geächtet wird.

 

 

Markus Rinderspacher, Vorsitzender der SPD-Fraktion

SPD

„Es war zweifellos ein historischer Akt und ein Signal der Versöhnung weit über den Tag hinaus, auf das sich aufbauen lässt. Aus meiner Sicht ist es eine überfällige Begegnung, weil auf der Ebene der Regierungen über Jahrzehnte Eiszeit herrschte. Mit dem heutigen Tag ist ein Tauwetter zu erkennen. Darauf lässt sich für die Zukunft aufbauen.“

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Fraktion FREIE WÄHLER

FREIE WÄHLER

„Die Rede war durchaus zukunftstauglich und eine Basis für eine vernünftige Kooperation. Das Bedauern über die Vertreibung der Sudetendeutschen werte ich als große Geste. Insgesamt denke ich, dass die Rede Hoffnung für die Zukunft aufkommen lässt.  Nicht so gut finde ich, dass Tschechien weiter auf Kernenergie setzt.“

Margarete Bause, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Bündnis 90/Die Grünen

„Es war eine mutige und starke Geste von Petr Nečas, dass er sein Bedauern über die Vertreibung zum Ausdruck gebracht hat. Dazwischen habe ich mich schon gefragt: Meine Güte, wieviel Zeit haben wir verloren! Auf Bundesebene war es schon vor 15 Jahren möglich, zu einem Vertrag zu kommen. Die Aussöhnung in Bayern hat lange gebraucht. Umso wichtiger finde ich, dass jetzt nach der Geste von Nečas der Weg zur Normalisierung gegangen werden kann.“

Thomas Hacker, Vorsitzender der FDP-Fraktion

FDP

„Es sind schon besondere Tage, wenn man im Parlament solche Ereignisse live miterleben kann. Dass der tschechische Premierminister die lange Geschichte zwischen Böhmen und Bayern so ausführlich dargestellt hat, macht Hoffnung. Die Schilderung hat gezeigt, dass die Zeiten guter Nachbarschaft viel länger waren als die Jahre des Schweigens. Es ist überfällig, dass wir den Weg zueinander finden und die gemeinsamen Beziehungen weiterentwickeln.“

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