Bayerischer Landtag

Das Team der Kinderkrippe des Landtags

Mittwoch, 18. April 2012
– Von Katja Helmö –

Die Frühlingssonne scheint durch die großen Fenster und malt tanzende Kringel an die orange- und kirschfarbenen Wände des Gruppenraums. Hier, nur wenige Gehminuten vom Maximilianeum entfernt, ist in einem Apartmenthaus der Abgeordneten die Kinderkrippe des Bayerischen Landtags untergebracht. Anfang April 2012 ist „MiniMaxi“, wie die 2009 gegründete Einrichtung heißt, nun ein Stück größer geworden: Wegen großer Nachfrage wurde eine zweite Gruppe für den Nachwuchs im Parlament eingerichtet. Mitgewachsen ist damit auch das Kita-Betreuungsteam.

 

 

Das Team der Kinderkrippe (v.l.): Maria Schürch, Irina Ermak, Melanie Weber, Alexandra Schöfbeck, Eva-Maria Sauer. | Foto: Rolf Poss
Das Team der Kinderkrippe (v.l.): Maria Schürch, Irina Ermak, Melanie Weber, Alexandra Schöfbeck, Eva-Maria Sauer. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Melanie Weber und Eva-Maria Sauer haben mit Alexandra Schöfbeck und Irina Ermak Verstärkung erhalten: Künftig kümmern sich zwei Erzieherinnen und zwei Kinderpflegerinnen um die „Minimaxis“ – 15 Buben und vier Mädchen im Alter von eins bis drei Jahren. Hinzu kommt Berufspraktikantin Maria Schürch, die sich als Springerin abwechselnd sowohl in der bisherigen „Schmetterlingsgruppe“ als auch in der zweiten, neu geschaffenen „Raupengruppe“ einbringt. Für die neue Gruppe wurde im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes umgebaut und ein weiterer großer Spiel- und Aufenthaltsraum mit Teeküche, dieses Mal in leuchtendem Apfelgrün, eingerichtet. 

Durch die personelle und räumliche Vergrößerung können wir nun zahlenmäßig aufstocken und neun Kinder mehr als bisher in unserer Kita aufnehmen“, berichtet Erzieherin Melanie Weber, die seit 2011 MiniMaxi leitet. Die Landtagskrippe steht den Kindern von Abgeordneten, Mitarbeitern der Fraktionsgeschäftsstellen und von Abgeordneten, der Verwaltung sowie der Landtagspresse offen. „Berufstätige Eltern im Maximilianeum schätzen dieses Angebot sehr. Das neue Kontingent ist auch bereits wieder voll ausgeschöpft“, erzählt die gebürtige Regensburgerin und verweist auf die großen Vorteile der Krippe: flexible Öffnungszeiten und kurze Wege. „Für die Mütter und Väter im Parlament ist es einfach ein gutes Gefühl, ihre Kleinen in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz zu wissen.“ 

Landtag mit Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet

Vor über drei Jahren hat Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Kinderkrippe initiiert und zusammen mit den Mitgliedern des Präsidiums in Rekordzeit auf den Weg gebracht. Der Bayerische Landtag, der 2009 als erstes Landesparlament in Deutschland ein solches Projekt startete und Neuland – auch in organisatorischer Hinsicht – betrat, will Eltern mit dieser Initiative die schwierige Balance zwischen Familie und Beruf erleichtern und auch ein gesellschaftspolitisches Zeichen setzen. Nicht umsonst wurde der Landtag im Jahr 2010 bereits zum zweiten Mal mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet. „Es ist schon etwas Besonderes, hier zu arbeiten. Die Kita des Bayerischen Landtags hat Vorbildfunktion“, sind die fünf Kolleginnen – vier aus München, eine aus Bad Tölz –  überzeugt. 

Der Tagesablauf folgt mit Spiel-, Essens-, Wickel- und Schlafenszeiten einem festen Rhythmus. Aber es bleibt auch viel Zeit für Kreativität, Bewegung, Musik und besondere Ereignisse – etwa gemeinsames Kochen und Backen, ein Besuch im Zoo oder ein Kindergeburtstag. Das Programm für die kommende Woche wird jeweils am Montag im Team besprochen und festgelegt. Auch Lieder und Bastelarbeiten, die zur Jahreszeit passen, oder Bräuche spielen dabei eine Rolle. Für Anfang Mai etwa ist ein gemeinsamer Waldausflug geplant, bei dem die Kinder Tiere und Pflanzen im Frühling näher kennenlernen. „Wir lassen uns immer wieder was Neues einfallen“, sagt Melanie Weber. Eva-Maria Sauer, die die Krippe des Landtags seit ihren Anfängen mit begleitet und mit aufgebaut hat, pflichtet bei: „Es ist uns wichtig, hier für Kleinkinder einen wirklichen Wohlfühlort, ein Nest mit behaglicher und familiärer Atmosphäre, zu schaffen.“ 

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