Bayerischer Landtag

Das Misstrauen von König Ludwig II. gegenüber dem bayerischen Parlament - Buchvorstellung mit Landtagspräsident Alois Glück

Montag, 26. Januar 2004

In der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wird das Buch von Christoph Botzenhart<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /???>

„Ein Schattenkönig ohne Macht will ich nicht sein“ – Die Regierungstätigkeit König Ludwigs II. von Bayern

am Mittwoch, 28. Januar 2004

um 17.00 Uhr

im Sitzungssaal der Bayer. Akademie der Wissenschaften

vorgestellt.

Die Damen und Herrn der Medien sind zur Präsentation herzlich eingeladen.

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die wahren Ursachen für den Rückzug des Königs aus der Öffentlichkeit auf politischem Gebiet und nicht in der geistigen Verfassung des Königs zu suchen sind.

Ludwig II. hatte eine ausgeprägte Vorliebe für den Absolutismus und lehnte deshalb jede Einschränkung seiner königlichen Macht innerlich ab. Deshalb begegnete er dem Parlament stets mit Misstrauen. Seine Geringschätzung brachte Ludwig II. beispielsweise dadurch zum Ausdruck, dass er während seiner 22-jährigen Regierungszeit den Landtag nur zweimal – 1866 und 1870 – persönlich mit einer Thronrede eröffnete.

Auch zu keiner der im Landtag damals vertretenen Parteien konnte der König ein gutes Verhältnis aufbauen: Die liberale Fortschrittspartei war ihm zu preußenfreundlich, die katholisch-konservative Patriotenpartei zu kirchennah. Da die Patrioten seit 1869 über die Mehrheit in der Kammer der Abgeordneten verfügten, berief der König stets liberal eingestellte Minister, damit die Kammermehrheit ihre Macht nicht zu Lasten der Krone ausbauen konnte. So manövrierte sich Ludwig II. innenpolitisch immer stärker ins Abseits.

Das spannungsvolle Verhältnis zwischen König Ludwig II. und dem bayerischen Parlament wird im Buch von Christof Botzenhart über die Regierungstätigkeit König Ludwigs II. erstmals dargestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Müller, Pressesprecher

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