Bayerischer Landtag

Entscheidung der Landtags-Baukommission zur Gestaltung des Staatswappens im neuen Plenarsaal

Mittwoch, 14. Juli 2004

München – Die Baukommission des Bayerischen Landtags hat heute (Mittwoch, 14.07.04) „grünes Licht“ für die Gestaltung des künftigen Staatswappens an der Stirnseite des neuen Plenarsaals gegeben. Ausgewählt wurde der Entwurf des Münchner Künstlers Nol Hennissen. Die Baukommission folgt mit ihrem Beschluss einem entsprechenden fast einstimmigen Votum einer unabhängigen Experten-Kommission. An der Stirnseite des Sitzungssaals, also hinter Rednerpult, Präsidium und Regierungsbank, sollen auch künftig das bayerische Staatswappen sowie die Wappen aller sieben Regierungsbezirke prangen. Die Staats-Symbole werden mittels einer speziellen Bohrtechnik in die Stirnwand des Plenarsaals „hineingestanzt“ und anders als bisher nicht farbig gestaltet.
„Diese Lösung passt sich durch ihren dezenten Stil auf ideale Weise in die Gesamt-Architektur des neuen Plenarsaals ein. Es entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das die Würde des Parlaments ausdrückt ohne überladen zu wirken. Besonderen Wert haben wir darauf gelegt, dass neben dem Bayerischen Staatswappen auch die Wahrzeichen aller sieben Regierungsbezirke des Freistaats an prominenter Stelle auftauchen, denn sie repräsentieren die einzelnen Stämme und damit Kultur und Tradition Bayerns“, so Landtagspräsident Alois Glück nach der Entscheidung.

Vor der Entscheidung der Baukommission hatte eine 12-köpfige Experten-Kommission unter Vorsitz des Rektors der Bayerischen Akademie der Bildenden Künste, Professor Ben Willikens, fast einstimmig für den Entwurf des Münchener Künstlers Nol Hennissen votiert. Die Jury hatte unter insgesamt 9 eingereichten Entwürfen namhafter Künstler zu entscheiden. Für die Umsetzung des Entwurfs werden die insgesamt acht Wappen des Freistaats und seiner Bezirke durch eine spezielle Prägetechnik an der Stirnseite des Plenums installiert. Dazu werden zunächst die Symbol-Zeichnungen als Rastermuster auf die Wandverschalung projiziert und anschließend durch einen Fräser herausgebohrt.

Mit freundlichen Grüßen

Axel Stehle, Pressesprecher

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