Bayerischer Landtag

Landtagspräsident Alois Glück „Friedenssicherung beginnt vor der eigenen Haustür“

Freitag, 28. Mai 2004

Bayerns Landtagspräsident Alois Glück mahnt zu Toleranz im Umgang mit Ausländern und erinnert an die Gefallenen des 2. Weltkriegs/Gedenkrede La Cambe, Normandie 29.05.2004<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /???>

München – „Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Ausländern ist praktische Friedenspolitik und jeder Einzelne ist aufgerufen daran mitzuwirken“. Mit dieser Botschaft reist Bayerns Landtagspräsident Alois Glück an diesem Wochenende nach Franreich zu den Gedenkfeiern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Anlass ist der 60. Jahrestag der Landung alliierter Truppen in der Normandie. Am Samstag, 29.05. wird Alois Glück in einer Gedenkrede auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe (Departement Calvados) an die Gefallenen des zweiten Weltkriegs erinnern. In La Cambe ist auch Glücks Vater bestattet, der 1944 in der Normandie gefallen war.

„Frieden erscheint uns heute in Europa als etwas ganz selbstverständliches, aber eine Friedensgarantie haben wir nicht“ betont Glück. Die Gefahren durch zerstörerischen Fanatismus, der mal religiös, mal ethnisch-nationalistisch angeheizt werde, prägten derzeit das Weltgeschehen. Umso wichtiger sei es, dass jeder Einzelne engagiert und mutig einen Beitrag zur Völkerverständigung leiste: „Dies beginnt beim Gespräch mit dem Nachbarn, beim Verhalten gegenüber Ausländern, im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen“, so Glück wörtlich.

In seiner Gedenkrede an den Gräbern von mehr als 20.000 gefallenen deutschen Soldaten will Glück auch an die Ursachen erinnern, die zu Krieg und massenhafter Vernichtung geführt haben. Alois Glück: „Damals wie heute beginnt es mit zerstörerischem Nationalismus. Er verführt zur eigenen Überhöhung und zur Erniedrigung oder Vernichtung der Anderen. Und er hat auch viele unserer Väter, Männer, Großväter getötet, die von einer größenwahnsinnigen, menschenverachtenden Ideologie eingesetzt und als „Menschenmaterial“ verbraucht wurden“.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Hasler

Stv. Pressesprecher

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