Bayerischer Landtag

Lebenslauf und politische Stationen des verstorbenen Bayerischen Staatsministers a.D. August R. Lang

Donnerstag, 30. September 2004
August ("Gustl") Richard Lang röm.-kath., verh., 2 Kinder, wurde am 26. Febr. 1929 in Eslarn in der Oberpfalz geboren, wuchs ab 1938 in Weiden auf, wo sein Vater als Justizbeamter beim Amtsgericht tätig war. In Weiden besuchte er Volks- und Oberschule. Nach dem Abitur 1949 studierte er Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft an der Universität Erlangen. Anschließend besuchte er noch die Verwaltungshochschule in Speyer. 1953/1954 bestand er das Erste juristische Staatsexamen, 1957/1958 die zweite Staatsprüfung beim Bayerischen Justizministerium in München. 1959 wurde August Lang beim Landgericht Weiden und beim Oberlandesgericht Nürnberg als Rechtsanwalt zugelassen.

Politisch betätigte sich Lang in der <?xml:namespace prefix = st1 /???>CSU. Er gehörte seit Mai 1966 dem Stadtrat in Weiden an und war dort 1966-1970 Fraktionsvorsitzender der CSU. Er wurde außerdem im Juni 1983 Vorsitzender des CSU-Bezirksverbands Oberpfalz und Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises "Juristen der CSU" Oberpfalz.

CSU-Abgeordneter im Bayerischen Landtag wurde Lang im November 1970. Nach den Landtagswahlen vom November 1974 und der anschließenden Umbildung der Regierung wurde Lang als Nachfolger von Alfred Seidl zum Vorsitzenden der CSU-Fraktion gewählt. Als Chef der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag gewann Lang durch seine selbstbewusste Haltung gegenüber Parteichef (und ab 1978 Ministerpräsident) Franz Josef Strauß, mit dem er sich verschiedentlich anlegte, an Profil.

Bei der Regierungsumbildung nach den Landtagswahlen vom 10. Oktober 1982 übernahm Lang die Leitung des Justizministeriums. Nach der Landtagswahl vom 12. Oktober 1986 wurde Lang Innenminister im dritten Kabinett Strauß. Im Zuge der Kabinettsumbildung nach dem Tod des Ministerpräsidenten Strauß übertrug dessen Nachfolger, Max Streibl, am 19. Oktober 1988 Lang das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr. Lang schied zum 17. August 1993 aus der bayerischen Staatsregierung aus.

In der CSU blieb Lang Vorsitzender des zweitstärksten Bezirksverbandes Oberpfalz. Im Juli 1995 gab er nach 13 Jahren im Amt den Vorsitz ab. Nach den Landtagswahlen im September 1994 gehörte Lang in seiner letzten Amtsperiode als Abgeordneter dem Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur an.

Auszeichnung u. a.: Dr. h. c. der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Bamberg (1990).

Mit freundlichen Grüßen

Axel Stehle, Pressesprecher

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