Bayerischer Landtag

Anhörung des Sozialausschusses zum Thema "Pflege - ambulant vor stationär"

Montag, 10. Oktober 2005

Der Ausschuss führt am

Donnerstag, 13. Oktober 2005
von 09.15 bis 14.00 Uhr im Senatssaal

eine Anhörung zum Thema

„Pflege - ambulant vor stationär“

durch.

Die Damen und Herren der Medien sind zu dieser Anhörung herzlich eingeladen.


Fragenkatalog

Pflege

1. Welche Auswirkungen wird eine erfolgreiche Realisierung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ auf den Bestand von stationären Altenhilfeplätzen haben?

2. Wie lässt sich eine verbesserte Vernetzung selbstständiger Wohnformen und des Wohnens in vertrauter Umgebung zu ambulanten und stationären Betreuungsangeboten herstellen?

Welche Vorschläge haben Sie zur Verzahnung von ambulant, stationär, medizinischer, rehabilitativer und hauswirtschaftlicher Versorgung im Wohnumfeld?

3. Welche Auswirkungen auf den Bedarf an Pflegekräften kann diese Entwicklung haben?

4. Wer könnte die Hilfe bei der Organisation der Pflege (Casemanagement) übernehmen?

5. Welche unterstützenden Strukturen im Wohnumfeld gibt es für die ambulante Pflege? Welche wären ihrer Meinung nach nötig? Wo sehen sie Defizite?

6. Wie kann sicher gestellt werden, dass die Vielzahl der für die ambulante Versorgung relevanten Akteure regional effizient und effektiv zusammenarbeiten, um Versorgungsbrüche für den Betroffenen und Redundanzen für das Versorgungssystem zu vermeiden?

7. Wie müssen die Entlassungsprozeduren der Krankenhäuser auf die Versorgung multimorbider älterer Menschen abgestimmt werden, um stationäre Aufenthalte auf das unbedingt notwendige Maß begrenzen und die damit verbundenen Folgen für alte Menschen abmildern zu können?

Wohnen

8. Welchen Stellenwert werden angesichts der demographischen Entwicklung und der Bedürfnislage älterer Menschen neue und betreute Wohnformen haben?

9. Welche Formen altengerechten Wohnens haben sich bewährt und welche neuen Modelle werden entwickelt?

10. Lassen sich diese Wohnformen auch in verstärktem Maße für Pflegebedürftige der Pflegestufen 2 und 3 realisieren?

Finanzierung

11. Wie stellen sich die Finanzierungsgrundlagen für diese Konzepte dar? Welche zuverlässigen Berechnungen gibt es für die Kosten von ambulanter und stationärer Pflege?

12. Wie beeinflusst die Finanzierung der Pflege die Entscheidung der Betroffenen für ambulante oder stationäre Pflege?

13. Wie beurteilen Sei ein persönliches Budget in der Pflege? Was spricht dafür, was spricht dagegen?

Politische Konsequenzen

14. Welche pflegepolitischen Rahmenbedingungen sind für die verstärkte Realisierung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ erforderlich?

15. Welche wohnungspolitischen Rahmenbedingungen sind für die stärkere Realisierung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ notwendig?

16. Zu welchem Ergebnis haben die Bemühungen der Bayerischen Staatsregierung im Zusammenhang mit der Umsetzung des Landtagsbeschlusses vom 11.11.2004, Drucksache Nr. 15/1997, geführt, wonach im Landespflegeausschuss gemeinsam mit allen Beteiligten das Thema „Neue Wohn- und Pflegeformen für ältere und pflegebedürftige Menschen im ambulanten Bereich“ zur Diskussion gestellt wurde und dabei gemeinsam mit den Kostenträgern und Einrichtungsträgern eine Analyse der Kosten von ambulanten und stationären Pflegeangeboten vorzunehmen und zu beraten war?

17. Welche Empfehlungen geben sie dem Gesetzgeber bei der anstehenden Novellierung des Pflegeversicherungsgesetzes?

Expertenverzeichnis

Herr Friedrich Graffe
Sozialreferent Bayer. Städtetag

Herr Franz Jungwirth
Herr Reinhold Frank
Verband der Bayer. Bezirke

Herr Landrat Theo Zellner
Präsident Bayer. Landkreistag

Herr Prälat Karl-Heinz Zerrle
Landescaritasverband Bayern e. V.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband
Landesverband Bayern e. V.

Pfarrer Klaus Mayer
Diakonisches Werk Bayern

Frau Andrea Ziegler
Arbeiterwohlfahrt, Landesverband Bayern

Herr Andreas Niedermeier
AWO-Bezirksverband Oberbayern e. V.

Herr Armin Bauer
BRK Landesverband Bayern

Frau Rechtsanwältin Sabine Fischer
Bayerische Architektenkammer

Frau Kornelia Rahnema
Beschwerdestelle der LH München für Probleme in der Altenhilfe

Herr Dr. Günther Holthausen
Zentrum für ambulante geriatrische Rehabilitation

Frau Renate Salzmann-Zöbeley
Projekt „SGK“ c/o SIC Vernetzung in der Altenhilfe MdK Bayern

Frau Hanka Schmitt-Luginger
Bayerischer Landesausschuss für Hauswirtschaft

Herr Adolf Lang
Bayer. Staatsregierung für Belange von Menschen mit Behinderung

Herr LMR Franz Wölfl
Frau ORRin Maria Weigand
Sozialministerium

Herr Hanskarl Rattinger
Herr Gunter Maurer
Innenministerium

Herr Dr. Helmut Braun
KWA Kuratorium Wohnen im Alter e. V.

Herr Xaver Kroner
Verband der Wohnungswirtschaft (VdW)

Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V.

Herr Volker Dvorak
Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB)

Frau Maria Luger
Frau Heide Pruß
Bayer. Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe

Herr RA Alexander Frey
Pflegeexperte

WEGE Bamberg e. V. Verein für gemeinschaftliches Wohnen
Pilotprojekt „Villa Kunigunde“

Frau Reder
Rothenfußer Wohngemeinschaft Carpe diem e.V.

Herr Klaus Jakob
Ambulante Wohngemeinschaft Haus St. Vinzenz von Paul

Herr Heiner Dehner
Ambulante Wohn- und Hausgemeinschaft Förderkreis Steigerwald e. V.

Herr Walter Voglgsang
Landesseniorenvertretung LSVB-Geschäftsstelle

Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern

Herr Prof. Bernd Seeberger
Evangelische Fachhochschule Nürnberg

Herr Claus Fussek
Verein Integrationsförderung


Mit freundlichen Grüßen
Josef Hasler
Stv. Pressesprecher

Seitenanfang