Bayerischer Landtag

Gemeinsame Anhörung des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes und des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport

Freitag, 21. Januar 2005

Die Ausschüsse führen am

Dienstag, 25. Januar 2005
von 10.00 bis 14.00 Uhr im Konferenzsaal

eine Anhörung zum Thema

„Neue Arbeitszeitmodelle für Lehrerinnen und Lehrer“

durch.

Die Damen und Herren der Medien sind zu dieser Anhörung herzlich eingeladen.



Fragenkatalog

1. Status quo

Wie stellt sich die aktuelle Situation der Lehrerarbeitszeit im Vergleich zur Lehrerarbeitszeit 1970 dar?

2. Vorerhebungen

2.1Welche Ziele und/oder Leitbilder sollten für ein neues Arbeitszeitmodell definiert, werden?

2.2Basisdaten

2.2.1Wurde eine Arbeitszeit- und Arbeitsbelastungsuntersuchung durchgeführt?

2.2.2Wie viele Lehrkräfte wurden in diese einbezogen?

2.2.3Beruhte die Untersuchung allein auf Selbstauskünften der Lehrkräfte, oder wurde der Arbeitsaufwand auch nach anderen Kriterien objektiv gemessen?

2.2.4Welche Methoden wurden angewandt, um die Angaben der Lehrkräfte zur Arbeitsbelastung auf ihre Plausibilität zu überprüfen?

2.2.5Welche sonstigen Erhebungen wurden im Vorfeld der Einführung des Arbeitszeitmodells vorgenommen (Arbeitsplatzuntersuchungen, Aufgabenanalysen, Aufgabenbeschreibungen etc.)?

2.2.6Über welchen Zeitraum ist die Untersuchung gelaufen?

2.2.7Wurde Sie auf alle oder nur auf einzelne Lehrämter erstreckt?

2.2.8Wie groß war der finanzielle Aufwand der Untersuchung?

2.2.9Wie weit sind die Vorarbeiten für ein neues Arbeitsmodell im Bundesland gediehen? Wie sieht die voraussichtliche Neuregelung aus?

3. Entwicklung und Einführung des Arbeitszeitmodells

3.1In welchem Verfahren wurde das Arbeitszeitmodell entwickelt?

3.2Wurden Lehrerverbände und die Personalvertretungen beteiligt?

3.3Wurden Vertreter der Wirtschaft und der Wissenschaft beteiligt?

3.4Wie wurden folgende Aspekte bei der Modellentwicklung berücksichtigt:
- Arbeitszeitregelung: Aufbau und (außerunterrichtliche) Aufgaben
- Verträge
- Gehälter, Vergütungsaspekte und Anreiz- bzw. Entlastungssysteme
- Urlaub, Fortbildung etc.
- Status (Angestellte, Beamte)
- Qualitätssicherung, Rechenschaftslegung und Management
- Teilzeitbeschäftigung
- Arbeitsbedingungen?

3.5Zu Jahresarbeitszeitmodellen: Wie wurden die Faktoren gewonnen, mit denen in den einzelnen Fächern der Vor- und Nachbereitungsaufwand der Lehrkräfte erfasst werden?

3.6Wurde das Arbeitszeitmodell sofort flächendeckend eingeführt, oder wird es zunächst erprobt?

4. Umsetzung der Arbeitszeitmodelle im Einzelnen

4.1Wie hoch ist der mit der Umsetzung des Modells verbundene Verwaltungsaufwand?

4.2Wie hoch ist die aus dem Arbeitszeitmodell resultierende Belastung des Schulleiters?

4.3Kann das Modell allein auf Grund genereller Vorgaben vollzogen werden, oder sind dazu flexible Lösungen vor Ort zwingend?

4.4Ist das Arbeitszeitmodell schulartübergreifend?

4.5Wurden die Ergebnisse einer vorangegangenen Arbeitsbelastungsuntersuchung kostenneutral umgesetzt oder nicht?

4.6Welche Änderungen wurden an der Arbeitszeitregelung seit deren Einführung vorgenommen?

4.7Welche Gründe waren hierfür maßgebend?

4.8Zur sog. Bandbreitenregelung des Landes Nordrhein-Westfalen (§ 3 der Verordnung zur Ausführung des § 5 Schulfinanzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. April 2002, GV. NRW. S. 814): Wird der den Schulleitern in § 3 der Verordnung eingeräumte Spielraum genutzt?

5. Bewertung des Arbeitszeitmodells

5.1Wie hoch ist die Akzeptanz des Modells?

5.2Wie wirkt es sich auf den Schulfrieden aus?

5.3Kam es im Vollzug des Arbeitszeitmodells zu Rechtsstreitigkeiten?

5.4Kam es zu Auseinandersetzungen mit Personalvertretungen?

5.5Mit welchen Ergebnissen haben solche Konflikte geendet?

5.6Wie wird das Modell von Schülern und Eltern beurteilt?

5.7Welche sonstigen positiven und/oder negative Erfahrungen gibt es?

6. Schlussfolgerungen

Welche Schlussfolgerungen sollten für ein neu zu entwickelndes Modell in Bayern gezogen werden?



Expertenverzeichnis

Schulrat Claus Diedrichsen
Deutscher Schul- und Sprachverein für
Nordschleswig, DK-6200 Aabenraa

Oberschulrat Winfried Bratsch
Behörde für Bildung und Sport, Hamburg

Petra Köster-Gießmann
Schulleiterin der Grundschule Borchshöhe, Bremen

Bezirksschulinspektor Rudolf Köstler
Bezirkshauptmannschaft, A-3580 Horn

Gerhard Liese
Ministerialdirigent a.D., Usingen

Mummert Consulting AG
Hans-Uwe Rieff, München

Oberstudiendirektor Dr. Hermann Rieger
Peutinger Gymnasium, Ellwangen

Walter Wernhart
Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, A-4020 Linz

Mit freundlichen Grüßen
Josef Hasler
Stv. Pressesprecher

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