Bayerischer Landtag

Landtagspräsident Alois Glück verleiht Jahrespreise 2005 des Bayerischen Clubs an Abiturienten aus Bayern am 26.01.2006

Donnerstag, 26. Januar 2006
München – Landtagspräsident Alois Glück verleiht am Donnerstag, 26. Januar 2006, um 14.00 Uhr im Lesesaal des Maximilianeums an sechs Abiturientinnen und Abiturienten die Preise des Jahres 2005 des Bayerischen Clubs zur Förderung bayerischer Kultur. Für den Bayerischen Club wird der Altpräsident der Technischen Universität, Professor Dr. Otto Meitinger, die Preisträger würdigen.

In diesem Jahr werden drei Abiturientinnen und drei Abiturienten ausgezeichnet, die sich in ihren Facharbeiten im Rahmen des Abiturs mit einem kulturellen bayerischen Thema im weiten Sinne befasst haben. Neben dem mit 1.500 Euro dotierten Landespreis 2005 werden noch fünf Preise (à 750 Euro) an Preisträger aus verschiedenen Regierungsbezirken verliehen. Die ausgezeichneten Arbeiten (s. Anlage) wurden aus Vorschlägen von bayerischen Gymnasien für die Stiftung Maximilianeum durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus gemeinsam mit dem Bayerischen Club ausgewählt.

Das Anliegen des 1925 gegründeten Bayerischen Clubs ist es, bayerische Identität, bayerische Kultur und bayerische Traditionen zu pflegen und zu fördern. Im Sinne dieses Ziels bieten die alljährlich an Abiturienten verliehenen Preise des Bayerischen Clubs einen zusätzlichen Anreiz, sich mit Themen der bayerischen Kultur zu beschäftigen.

Verleihung des Jahrespreises 2005 des Bayerischen Clubs
durch Landtagspräsident Alois Glück
Donnerstag, 26. Januar 2006, 14:00 Uhr
Lesesaal, Maximilianeum

Alle Medienvertreter sind zur Preisverleihung herzlich eingeladen.
Pressefotos und Texte zu den Preisträgern erhalten Sie über die Landtags-Pressestelle.


Freundliche Grüße
Axel Stehle

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Landespreisträger – Preis dotiert mit je 1.500 Euro

Oberbayern-West: Jolana Otto,
Dante-Gymnasium München
La vie et la mort de Louis II de Bavière et d’Elisabeth d’Autriche comme source d’inspiration de Jean Cocteau
(Französisch)

von links: Landtagspräsident Alois Glück, Jolana Otto, Prof. Dr. Otto Meitinger (ehem. Vorsitzender des Bayerischen Clubs)
Aus der Begründung von Professor Meitinger: Unter dem Titel „La vie et la mort de Louis II de Bavière et d’Elisabeth d’Autriche comme source d’inspiration de Jean Cocteau“ hat Jolana Otto sich eingehend mit dem Wittelsbacher König Ludwig II. und seiner Cousine der Kaiserin Elisabeth von Österreich beschäftigt. Schließlich zeigt sie auf, welche Faszination der König auf Jean Cocteau ausübte. Neben der inhaltlichen Qualität überzeugt die in ausgezeichnetem Französisch abgefasste Arbeit vor allem durch die wissenschaftliche Arbeitsweise. Mit ihrer Arbeit liefert Jolana Otto der Literaturwissenschaft wichtige Erkenntnisse. Die Verfasserin macht sich um die bayrische Kultur verdient, in dem sie unterstreicht, welche Strahlkraft König Ludwig II. über die Grenzen Deutschlands hinaus besaß. Sie zeigt auf, wie der bayerische König das künstlerische Schaffen in unserem Nachbarland befruchtete.

Preisträger
Preise dotiert mit je 750 Euro
Oberbayern-Ost: Verena Namberger,
Chiemgau Gymnasium Traunstein
Sedantag und Reichsgründung als nationale Gedenktage des Kaiserreichs - im Spiegel der Traunsteiner Presse
(Geschichte)

von links: Landtagspräsident Alois Glück, Verena Namberger, Prof. Dr. Otto Meitinger (ehem. Vorsitzender des Bayerischen Clubs)
Aus der Begründung von Professor Meitinger: Unter dem Titel „Sedantag und Reichsgründung als nationale Gedenktage des Kaiserreichs - im Spiegel der Traunsteiner Presse“ setzte Verena Namberger sich mit einem kulturell bedeutsamen Aspekt der Geschichte Bayerns auseinander, den Sie in der komplexen Thematik mit wissenschaftlicher Präzision durchdrungen hat. Besonders hervorzuheben ist, dass sie es dabei nicht bei den aus den Presseberichten ableitbaren Fakten belässt, sondern stets den Bogen zur Landes- und Reichsgeschichte schlägt.

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Oberpfalz: Susanne Gäde,
St. Marien-Gymnasium der Schulstiftung der Diözese Regensburg
Clemens Brentano und Johann Wolfgang von Goethe in Regensburg. Eine Stadt und ihre Wirkung auf zwei unterschiedliche Schriftsteller
(Deutsch)

von links: Landtagspräsident Alois Glück, Susanne Gäde, Prof. Dr. Otto Meitinger (ehem. Vorsitzender des Bayerischen Clubs)
Aus der Begründung von Professor Meitinger: Unter dem Titel „Clemens Brentano und Johann Wolfgang von Goethe in Regensburg. Eine Stadt und ihre Wirkung auf zwei unterschiedliche Schriftsteller“ setzte Susanne Gäde sich mit bemerkenswerten literarischen, historischen und lokalgeschichtlichen Kenntnissen, intensiv mit der Thematik auseinander. Dabei wird der überzeugende Versuch einer Verbindung der jeweiligen Perspektive auf die Stadt mit den prägenden Ideen der Epoche unternommen.

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Mittelfranken: Markus Michels,
Albert-Schweitzer-Gymnasium Erlangen
Das Jugendparlament in Erlangen: Geschichte - Zielsetzungen - Ergebnisse
(Geschichte/Sozialkunde)

von links: Landtagspräsident Alois Glück, Markus Michels, Prof. Dr. Otto Meitinger (ehem. Vorsitzender des Bayerischen Clubs)
Aus der Begründung von Professor Meitinger: Unter dem Titel „Das Jugendparlament in Erlangen: Geschichte - Zielsetzungen - Ergebnisse“ setzte Markus Michels sich mit einem noch weitgehend unbearbeiteten politikwissenschaftlichen Thema auseinander. In einem „Ausblick in die Zukunft“ legt der Verfasser eine sachlich angelegte Gebrauchsanweisung für künftige Jugendpolitiker vor. Die vorgelegte Analyse eines bayrischen Jugendparlaments kann Impulse für eine politische Mitwirkung Jugendlicher weit über Erlangen hinaus geben.

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Unterfranken: Matthias Damm,
Röntgen-Gymnasium Würzburg
Spuren italienischer Kultur in Würzburg in der Zeit zwischen Antonio Petrini und Giovanni Battista Tiepolo
(Geschichte)

von links: Landtagspräsident Alois Glück, Matthias Damm, Prof. Dr. Otto Meitinger (ehem. Vorsitzender des Bayerischen Clubs)
Aus der Begründung von Professor Meitinger: Unter dem Titel „Spuren italienischer Kultur in Würzburg in der Zeit zwischen Antonio Petrini und Giovanni Battista Tiepolo“ beschreibt Matthias Damm die Bedeutung von Bau- und Kunstwerken in der Geschichte von Würzburg in der Zeit der Barock Epoche. Mit seiner Souveränität bei der Themenbehandlung hat er trotz der Detailfülle den Zusammenhang nie verloren. Die Balance zwischen historischen Fakten und kunsthistorischen Betrachtungen bleibt gewahrt, so dass die Ausführungen schlüssig und fundiert erscheinen.

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Schwaben: Thomas Müller,
Gymnasium Donauwörth
Sulzdorf als politische Gemeinde 1803/18 bis 1971
(Geschichte/Sozialkunde)

von links: Landtagspräsident Alois Glück, Thomas Müller, Prof. Dr. Otto Meitinger (ehem. Vorsitzender des Bayerischen Clubs)
Aus der Begründung von Professor Meitinger: Unter dem Titel „Sulzdorf als politische Gemeinde 1803/18 bis 1971“ stellt Thomas Müller mit einer sehr gut recherchierten und informativen Untersuchung die Entwicklung einer bayrischen Gemeinde vor. Im Vordergrund, seines wohldurchdachten Arbeitsaufbaus, steht die Konkretisierung bayerischer Kommunal-, Landes- und Sozialgeschichte in einem Zeitraum von über 150 Jahren. Die Aufbereitung des überlegt eingegrenzten und dennoch umfänglichen Themas gelingt dem Verfasser durch einen wohldurchdachten Aufbau der Arbeit.

Aus den Regierungsbezirken Oberfranken und Niederbayern wurden keine Arbeiten eingereicht.

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