Bayerischer Landtag

Schülerwettbewerb Erinnerungszeichen: Schüler sind in ihrer Region stark verwurzelt

Mittwoch, 5. Juli 2006
Bayerns Kultusstaatssekretär Karl Freller und Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm zeichneten Sieger-Schulen bei Geschichtswettbewerb aus

MÜNCHEN/WÜRZBURG/BAMBERG/REGENSBURG/MIESBACH. Schülerinnen und Schüler von rund einem Dutzend bayerischer Schulen wurden heute von Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm und Bayerns Kultusstaatssekretär Karl Freller im Bayerischen Landtag ausgezeichnet. Sie hatten im Rahmen des landesweiten Schülerwettbewerbs „Erinnerungszeichen“ Spuren des historischen Handwerks in ihrer Heimat gefunden und diese dokumentiert.

Kultusstaatssekretär Freller, der auch die Grüße von Kultusminister Siegfried Schneider überbrachte, machte den besonderen Wert des Wettbewerbs und der eingereichten Arbeiten darin aus, dass die Schüler durch ihre Arbeit mit ihrer Region und den dortigen Handwerksbetrieben in eine enge Verbindung getreten sind. Karl Freller dankte den Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften für ihr besonderes Engagement. Für Karl Freller lieferten die Arbeiten Anknüpfungspunkte, um lokale Partnerschaften zwischen Schulen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen einzugehen.

Landtagsvizepräsidentin Stamm erkannte die besondere Leistung der Schüler darin, dass sie durch ihre Arbeiten dazu beitragen, „dass das, was bewahrenswert ist, nicht verloren gehen“ kann. Dieser Grundsatz gelte auch für das Handwerk selbst, so die Landtagsvizepräsidentin, denn: „Das Handwerk ist zwar alt, aber es ist nicht veraltet“. Auf der Grundlage einer reichen Vergangenheit stehe ihm eine sichere Zukunft bevor – auch vor Ort.

Mit ihren Arbeiten zu zum Teil in Vergessenheit geratenen oder höchst seltenen Handwerksberufen wie Säcklern, Trompetenbauern, Wagnern oder Lederhosenmachern haben sie die ersten Plätze bei dem bayernweit ausgeschriebenen Geschichtswettbewerbs errungen. Dabei haben sie nicht Archivalien bearbeitet, sondern auch Quellen aus dem Internet und Interviews als Grundlage herangezogen. Das Ergebnis war nicht selten, dass sie den Weg des traditionellen Handwerks zu modernen High-Tech-Dienstleistern nachzeichnen konnten.

Im Einzelnen haben folgenden Schulen erste Plätze belegt:

- die Elisabeth-Weber-Schule zur Erziehungshilfe in Würzburg mit Arbeiten zu Metallbau und Druckgewerbe

- die Grundschule Arnstein, die die Herstellung des Brots vom Backtrog zur Backstraße nachzeichnete.

- die Grundschule Jägerwirt mit einer Arbeit zum Schreinerwesen in der Vergangenheit.

- die Volksschule Schönberg mit einem Beitrag zum Beruf des Gerbers

- die Eichendorffschule in Hof mit einem „Blick in die Geschichte der Stadt Hof“

- die St. Wolfgang Hauptschule Regensburg mit einer Arbeit zum Thema „Altes Handwerk und Hightech im Einklang der Turmuhrenbauer“

- die Max-Fellermeier-Volksschule Neuötting zum Wandel im Berufsbild des Bäckers

- die Anton-Heilingbrunner Realschule Wasserburg zum „alten Handwerk in Wasserburg“

- die Graf-Stauffenberg-Realschule in Bamberg mit einem Beitrag zur „Trompete – vom Anfang bis heute“

- die Staatliche Realschule Miltenberg zum „Eisenhammer im Haseltal“

- das Gymnasium Miesbach mit Arbeiten zur „Lüftelmalerei“ sowie zum „Spengler – vom mittelalterlichen Spezialhandwerker zum Hightech-Allrounder“

- das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach mit einer Untersuchung der mittelalterlichen Steinbildkunst am markgräflichen Burggut Kulmbach

- die Staatliche FOS/BOS Erlangen mit einem Beitrag zum „Instrumentenbau in Bubenreuth“

- und die Städtische Wirtschaftsschule Schwabach mit einer Arbeit zur „Geschichte des Bieres in Schwabach“

Dr. Ludwig Unger Axel Stehle
Pressesprecher des Bayerischen Pressesprecher des
Staatsministeriums für Bayerischen Landtags
Unterricht und Kultus Tel. 089/4126-2337
Tel. 089/21862105; Mobil 0172/8455823
Mobil 0173/8632709

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