Bayerischer Landtag

Anhörung des Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur

Mittwoch, 21. März 2007

Der Ausschuss führt am

Mittwoch, 28. März 2007
von 09.15 bis 12.30 Uhr im Konferenzsaal


eine Anhörung zur

Situation der kommunalen Theater in Bayern

durch.

Die Damen und Herren der Medien sind zu dieser Anhörung herzlich eingeladen.

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Fragenkatalog
(Stand: 22.02.2007)

1. Die örtliche Kulturpflege ist eine Selbstverwaltungsaufgabe der Gemeinden (Art. 83 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung). Gibt es darüber hinaus eine verfassungsrechtliche Verantwortung des Landes für die kulturelle Infrastruktur der Gemeinden und insbesondere für ihre Theater?

2. Wie kann nach Auffassung der Experten erreicht werden, dass sich das Umland stärker als bisher an der Finanzierung der kommunalen Theater beteiligt?

3. Der Betriebsfehlbedarf eines Theaters ist das Hauptkriterium für die Bemessung des staatlichen Zuschusses: Wie wird dieses Kriterium in der Praxis beurteilt?

4. In seinem Jahresbericht 2006 äußert sich der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) zur Theaterfinanzierung:

a)
Der ORH regt an, dass sich der staatliche Zuschuss an der Höhe der Betriebsaufwendungen orientieren könnte. Ist dies aus Sicht der Experten sinnvoll?

b)
Der ORH regt weiter an, den Theatern neben einem Grundzuschuss, der sich an der Höhe der Betriebsaufwendungen sowie an regionalen und strukturellen Gegebenheiten orientieren könnte, einen Teil des Staatszuschusses nach leistungsbezogenen Kriterien auszureichen. Die Anzahl der Inszenierungen, die Vorstellungs- und Besucherzahlen sowie die Einspielergebnisse könnten dabei als Kriterien dienen. Sind diese Kriterien sachgerecht?

c)
Welche weiteren (leistungsbezogenen) Kriterien könnten für die Bemessung der staatlichen Zuschüsse herangezogen werden?

d)
Sind Zielvereinbarungen
- zwischen Theaterträger und Theater sowie
- zwischen Theaterträger und Zuschussgeber
sinnvoll?

e)
Sollte der Zuschussgeber an den Haushaltsaufstellungsverfahren der Theater beteiligt werden?

f)
Sollten die Theater in Zukunft stärker Koproduktionen veranstalten? Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es? Sollte ein Teil der bisher ausschließlich institutionellen Förderung der Theater in eine Projektförderung solcher Kooperationen umgewandelt werden?

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Expertenverzeichnis
(Stand: 15.03.2007)

Herr Muchtar Al Ghusain
Berufsmäßiger Stadtrat und -schulrat, Kultur-, Schul- und Sportreferat der Stadt Würzburg

Herr Rolf Bolwin
Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Bundesverband der Theater und Orchester, Köln

Herr Klaus Dieter Breitschwert
MdL, Bürgermeister der Stadt Ansbach

Herr Gabriel Engert
Vorstandsmitglied des Bühnenvereins LV Bayern, Berufsmäßiger Stadtrat, Ref. Kultur, Schule und Jugend der Stadt Ingolstadt

Herr Dr. Roland Felber
Geschäftsführender Direktor der Bayer. Staatsoper, München

Herr Dr. Christoph Hammer
Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl

Herr Dr. Ivo Holzinger
Oberbürgermeister der Stadt Memmingen

Herr Henrik Huyskens
Verwaltungsdirektor, Theater Regensburg

Frau Eva Leipprand
3. Bürgermeisterin, Referat Kultur der Stadt Augsburg

Herr Rainer Lewandowski
Intendant des E.T.A.-Hoffmann-Theaters, Bamberg

Herr Werner Müller
Intendant des Stadttheaters Fürth

Herr Dr. Dieter Rossmeissl
Vorsitzender des Kulturausschusses des Bayer. Städtetags, Referent für Kultur, Jugend und Freizeit der Stadt Erlangen

Herr Hans Schaidinger
Vorsitzender des Bayer. Städtetags, Oberbürgermeister der Stadt Regensburg

Herr Rudi Senff
Geschäftsführer des Südostbayerischen Städtetheaters, Landshut

Freundliche Grüße
Josef Hasler, Stv. Pressesprecher

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