Bayerischer Landtag

Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur und Technologie

Montag, 19. März 2007

Der Ausschuss führt am

Donnerstag, 22. März 2007
von 09.15 bis 15.00 Uhr im Konferenzsaal


eine Anhörung zum Thema:

Bayerische Tourismuswirtschaft
(Vollzug des Landtags-Beschlusses Drs. 15/6151)

durch.

Die Damen und Herren der Medien sind zu dieser Anhörung herzlich eingeladen.

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Fragenkatalog

1. Tourismuswirtschaft allgemein

Wo sehen Sie die Megatrends im Tourismus und wie kann Bayern davon profitieren?
Wo sehen Sie für Bayern relevante neue Zielmärkte?
Welche Quellmärkte sind für Bayern zu erschließen und welche neuen Angebote müssen dafür entwickelt werden?
Wie ist die Wettbewerbsposition des bayerischen Tourismus und wie kann man sie verbessern?
Was können wir von den Konkurrenzländern lernen?
Wie beurteilen Sie den Premiumbereich im Vergleich zu Konkurrenzländern?
Wie entwickeln sich die „All-inclusive“-Angebote in Bayern und welche Sparten werden bevorzugt?
Welches Angebotsspektrum sollte für Touristen aus dem Value-Segment (Jugendliche, ALG II-Empfänger usw.) in Bayern entwickelt werden?
Wie beurteilten Sie den Tourismus in Zusammenhang mit Billig-Fluglinien und braucht es dafür strukturelle und organisatorische Verbesserungen?
Warum wird in der Tourismuswirtschaft nicht zwischen Tagesausflüglern und Übernachtungsgästen unterschieden? Trifft es zu, dass es einen Verdrängungswettbewerb zwischen Übernachtungsgästen und Tagesausflüglern gibt? Wie unterscheidet sich die Wertschöpfung von Tagestouristen und Übernachtungsgästen?
Wie können Regionen unter dem Leitbild eines nachhaltigen Tourismus ihre Potenziale entdecken und Konzepte entwickeln, die Natur und Umwelt schützen, und gleichzeitig dem ländlichen Raum Zukunftsperspektiven erschließen?
Ist es möglich, Tourismus als Einkommensquelle für die Menschen vor Ort zu stärken und gleichzeitig umweltverträglich weiterzuentwickeln?
Welche Chancen bietet der Tourismus für die Wertschöpfung bei der Regionalvermarktung?
Wie viel Prozent der Ausgaben der Übernachtungsgäste lassen sich Produkten der Regionalvermarktung zurechnen?
Wie sollen Reiseveranstalter, Hotels und Kommunen auf die Bedürfnisse der älteren Touristen („Bestager“, „Silverkids“) eingehen?
Welche Chancen räumen Sie den Konzepten des sanften Tourismus ein?
Welche Bedeutung räumen Sie dem Ausbau des Wassertourismus ein?

2. Organisationsstrukturen im Bayerischen Tourismus

Wie können die derzeit vielgliederigen Marketingstrukturen effizienter und vernetzter gestaltet werden?
Wie können Qualität und Service verbessert und weiterentwickelt werden?
Sind die Arbeitsschwerpunkte der „Bayern Tourismus Marketing GmbH richtig gesetzt?
Wie beurteilen Sie die Werbung für das Tourismusland Bayern und die Wahrnehmung der Interessen der bayerischen Tourismuswirtschaft durch die Bayern Tourismus Marketing GmbH?
Wie gut sehen Sie Bayern für den elektronischen Reisemarkt gerüstet?
Wie kann der vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (BHG) deutlich beklagte „Fleckerlteppich der Online-Vermarktung“ der bayerischen Unterkunftsbetriebe beseitigt werden, gibt es bereits Vorstellungen eines einheitlichen Auftretens im Internet und soll dabei, wie z.B. in Österreich oder Südtirol, auch die Möglichkeit einer direkten Online-Buchung angestrebt werden?
Welche Rolle kommt den regionalen Tourismusverbänden zu?

3. Aus-, Fort- und Weiterbildung

Wie wird der dualen Ausbildung hinsichtlich einer ergänzenden Ausbildung, z. B. in einer bayerischen Tourismusschule, Rechnung getragen?
Wie wird die Einführung eines Weiterbildungspasses für das Personal im Tourismusbereich beurteilt und kann damit eine Vereinheitlichung auf dem Ausbildungssektor erreicht werden?
Welche Fortbildungsmöglichkeiten sehen Sie für die Tourismuswirtschaft von Seiten der Wissenschaft und Forschung bzgl. der Einrichtungen des Freistaates Bayern?
Wie werden Forschungs- und Untersuchungsergebnisse an die Tourismuswirtschaft weitergegeben?

4. Förderinstrumente

Wie sollte eine zeitgemäße Förderung der Tourismuswirtschaft aussehen und welche Instrumente sollten dafür eingesetzt werden?
Werden regelmäßig Kosten-Nutzen-Analysen von Marketingmaßnahmen in den Tourismusgebieten gemacht? Bestätigt sich dabei die These, dass solche Maßnahmen häufig nur sehr kurzfristige wirken?
Welchen regionalen Produkte oder Dienstleistungen besitzen ein förderungswürdiges Potenzial?
Wie kann die Investitionsbereitschaft erhöht werden, insbesondere im Premiumbereich?
Wie schätzen Sie die Rolle der Tourismusförderung?

5. Umwelt und Wintersport

Wie können sich die Wintersportorte in Bayern weiterentwickeln?
Welche Best-Practice-Beispiele gibt es?
Wie steht Bayern im internationalen Vergleich da und wo sehen Sie Ansätze für Verbesserungsmöglichkeiten?
Wie wird sich der Klimawandel auf die Wintersportregionen in Bayern auswirken?
Welche Möglichkeiten sehen Sie, den Tourismus in den Wintersportgebieten auch im Winter ohne Schnee attraktiv zu halten? Welche Anpassungsstrategien werden empfohlen? Welche Alternativen gibt es zu den Wintersportarten?
Die zurzeit vorgenommen Anpassungsmaßnahmen im Wintertourismus (Beschneiung, Verlagerung in höhere Lagen) verursachen hohe Kosten. Stehen diesen Kosten auch höhere Einnahmen gegenüber oder muss hier mit einer weiteren Verschuldung der Tourismusorte gerechnet werden?
Die genannten Anpassungsmaßnahmen verursachen auch hohe externe Kosten im Bezug auf Umwelt und Naturschutz. Welche Maßnahmen müssen von staatlicher Seite ergriffen werden, um weiteren Naturgefahren entgegenzuwirken? Ist es notwendig in Bayern wieder staatliche Vorgaben für Beschneiungsanlagen einzuführen?
Führt die weitere Aufrüstung mit Beschneiungsanlagen dazu, dass kleinere Wintersportgebiete letztendlich die Verlierer sind?
Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Sommertourismus?
Welche Bedeutung hat der Faktor „Ruhe“ bei der Auswahl der Reiseziele im Tourismus?
Welche Bedeutung haben „Lärmreduzierende“ Maßnahmen innerhalb von Touristikorten?
Welche Auswirkungen haben „verlärmende“ Maßnahmen wie z.B. neue Autobahntrassen auf die Übernachtungszahlen in Touristikorten?

6. Kur- und Gesundheitsbereich

Wie können sich die Kur- und Heilbäder in Bayern weiterentwickeln?
Welche Best-Practice-Beispiele gibt es?
Wie steht Bayern im internationalen Vergleich da und wo sehen Sie Ansätze für Verbesserungsmöglichkeiten?
Wie könnten Bonussysteme den gesundheitsfördernden Tourismus im Wellness-Bereich für die Touristen attraktiv machen und in welcher Form müssten die Kostenträger im Gesundheitsbereich eingebunden werden?

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Expertenverzeichnis
(Stand: 15.03.2007)


Richard Adam
Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing GmbH

Prof. Dr. Thomas Bausch
Fachhochschule München, Fakultät Tourismus, Geschäftsführer Alpenforschungsinstitut GmbH

Werner-Hans Böhm, 1. Vorsitzender
Christine Lichtenauer, Geschäftsführerin

Tourismusverband München-Oberbayern

Gabriele Deml
Geschäftsführerin Berchtesgadener Land Tourismus GmbH

Siegfried Gallus
Präsident Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband e.V.

Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende
Norbert Tödter, Leiter Unternehmensplanung

Deutsche Zentrale Tourismus e. V.

Klaus Holetschek
1. Bürgermeister Bad Wörishofen, 1. Vorsitzender Bayer. Heilbäder-Verband

Dr. Günther Hribeck
Geschäftsführer Centrum für marktorientierte Tourismusforschung der Universität Passau (CenTouris)

Peter Kammerer
Geschäftsführer Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern

Christine Margraf
Bund Naturschutz, Regionalreferat Oberbayern

Prof. Dr. Anton Meyer
Vorstand Institut für Marketing, LMU München

Prof. Dr. Harald Pechlarner
Stiftungslehrstuhl Tourismus, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Markus Müller
Stellv. Vorsitzender, Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V.

Matthias Rumpf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, OECD Berlin

Dr. Manfred Zeiner
Geschäftsführer, dwif Consulting GmbH

Alfons Zeller, MdL
Vorsitzender Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V.

Dr. Walter Zitzelsberger
Regierungspräsident, Vorsitzender Tourismusverband Ostbayern

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Freundliche Grüße
Josef Hasler, Stv. Pressesprecher

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