Bayerischer Landtag

Ein großer Tag im Bayerischen Landtag: Wahl des neuen Ministerpräsidenten

Dienstag, 9. Oktober 2007
Wahl und Vereidigung des neuen Bayerischen Ministerpräsidenten / Erwartungsgemäß wurde Günther Beckstein vom Landtag zum Nachfolger von Edmund Stoiber gewählt
München – Bei der Sondersitzung des Bayerischen Landtags am heutigen Dienstag ist Dr. Günther Beckstein mit 122 von 178 abgegebenen Stimmen zum neuen Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt worden. Mit Nein votierten 53 Abgeordnete, zwei enthielten sich. Eine Stimme war ungültig.

Beckstein wurde unmittelbar nach der Wahl vereidigt. In seiner kurzen Rede betonte der 63jährige CSU-Politiker: „Mit dieser Stunde stehe ich in der Verantwortung für ganz Bayern, für alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes. Mein Herz schlägt für ganz Bayern, für alle seine Regionen, für alle seine Stämme, für alle Menschen, die hier leben und arbeiten.“ Der CSU-Politiker erklärte, er trete das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten mit Demut und Mut an. „In Demut, denn all unser politisches Mühen steht in doppelter Verantwortung: in der Verantwortung vor Gott und in der Verantwortung vor den Menschen. Mit Mut, weil ich nicht allein bin, weil eine starke Fraktion an meiner Seite steht, mit der zusammen ich Politik für ganz Bayern gestalten möchte.“ Beckstein bot der CSU-Fraktion einen offenen und vertrauensvollen Dialog an. Der Opposition im Bayerischen Landtag reiche er, so Beckstein, die Hand für einen fairen Wettbewerb.

Nach dem Ende der Plenarsitzung lud Landtagspräsident Alois Glück im Steinernen Saal zu einem kleinen Empfang, zu dem alle Parlamentarier sowie die im Plenarsaal anwesenden Gäste und Medienvertreter geladen waren. Der Landtagspräsident überreichte dabei Blumen an Marga Beckstein, die Ehefrau des neu gewählten Ministerpräsidenten. Auch Rudolf Erhard, Vorsitzender der Landespressekonferenz Bayern e.V., ergriff das Wort und händigte dem Politiker aus Franken einen mit einem Stoffbären dekorierten Bocksbeutel als Antrittsgeschenk aus.

Die Neuwahl des Ministerpräsidenten war wegen des Rücktritts von Dr. Edmund Stoiber am 30. September notwendig geworden. Er reagierte mit diesem bereits im Januar angekündigten Schritt auf die zunehmende Kritik aus seiner eigenen Partei an seinem Politikstil. Stoiber stand mehr als 14 Jahre an der Spitze der Bayerischen Staatsregierung.

Freundliche Grüße,
Katja Helmö, Pressestelle

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