Bayerischer Landtag

Landtagspräsident Alois Glück stellt Gedenktafel für verfolgte Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor: ...

Dienstag, 8. Mai 2007
... „Ehrendes Erinnern an Nazi-Opfer schlägt Brücke in die Gegenwart / Wachsamkeit gegenüber extremistischen Kräften, rassistischer Willkür und menschenverachtender Intoleranz ist bleibende Verpflichtung aller Demokraten.“

München – Im Bayerischen Landtag erinnert seit heute, Dienstag 8.5.2007, eine an zentraler Stelle angebrachten Gedenktafel dauerhaft an alle Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, in Konzentrationslager verbracht und verfolgt wurden. Landtagspräsident Alois Glück hat die aus bayerischem Jura gefertigte Gedenktafel am Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus vorgestellt. Unter den Gästen waren auch Familienangehörige von Parlamentariern, die am 29.4.1933 im Bayerischen Landtag gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatten.

„Das ehrende Erinnern an die Nazi-Opfer schlägt eine Brücke vom Widerstand der Parlamentarierinnen und Parlamentarier in die Gegenwart. Die neue Gedenkstätte im Bayerischen Landtag wird uns künftig immer daran erinnern, dass wir wachsam bleiben gegenüber rassistischer Willkür und menschenverachtender Intoleranz. Dies ist eine bleibende Verpflichtung aller Demokraten“, so der Landtagspräsident.

Die im Kreuzgang des Maximilianeum angebrachte Gedenktafel (Jura aus einem Steinbruch bei Eichstätt) trägt folgende Inschrift:

„Der Bayerische Landtag gedenkt der Parlamentarierinnen und Parlamentarier die 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt haben, die Widerstand gegen die Nationalsozialistische Gewaltherrschaft geleistet haben, die diskriminiert, verfolgt, inhaftiert, in Konzentrationslager verbracht oder getötet wurden.“

Gestaltet wurde die Gedenktafel von dem Münchner Steinmetzmeister Jochen Scheithauer.

Freundliche Grüße
Axel Stehle, Pressesprecher

Seitenanfang