Bayerischer Landtag

Zum Auftakt des Nürnberger Nachhaltigkeitspreises 2007 wirbt Landtagspräsident Alois Glück für mehr Miteinander der Generationen

Freitag, 9. März 2007

München/Nürnberg – „Generationengerechtigkeit ist der Schlüssel zu einer neuen Solidarität zwischen den Generationen.“ Mit diesen Worten hat Bayerns Landtagspräsident Alois Glück bei der Auftaktveranstaltung zur Verleihung des Nürnberger Nachhaltigkeits­preises am 8. März 2007 für ein Konzept der Nachhaltigkeit im Miteinander der Generationen geworben. Nur so werde man einerseits der Verantwortung gerecht, für die kommenden Generationen zu handeln und nicht auf deren Kos­ten zu leben. Andererseits müssten den Älteren Chancen eröffnet werden, aktiv am Erwerbsleben, am bürgerschaftlichen Engagement teilzunehmen.

„Das hat nichts mit Gefälligkeiten zu tun. Der Ausschluss vieler älterer Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben war nicht nur eine menschenunwürdige Fehlleistung, sondern auch ein ökonomischer Irrtum. Erst recht angesichts der demographischen Entwick­lung ist die Arbeitswelt von morgen ohne die älteren Arbeitnehmer nicht mehr vor­stellbar. Ihre besonderen Potentiale sind vor allem ihre Lebens- und Berufserfahrung, ihr konzentriertes Wissen und ihre soziale Kompetenz, mit denen sie Defizite kom­pensieren. Entgegen vieler Vorurteile sind sie lern- und leistungsfähig“, stellte Alois Glück dar.

Darüber hinaus betonte Glück, dass eine Politik, die auf die Bedürfnisse und Erwartungen der kranken und pflegebedürftigen älteren Menschen eingehe, genauso wichtig sei. Das Mindeste, das von einer humanen Gesellschaft erwartet werden könne, seien Bedingungen, die ein würdevolles Leben im letzten Lebensabschnitt ermöglichen. Dies bedeute konkret Ausbau, Förderung und Vernetzung der ambu­lanten Pflege, der Palliativmedizin und der Hospizdienste.

„Eine zeitgemäße Seniorenpolitik muss sowohl differenziert ausgestaltet als auch aktivierend angelegt sein. Die einzelnen Altersphasen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen erfordern unterschiedliche Ansätze und Schwerpunkte. Dabei sind die Maßstäbe von Menschenwürde und Chancengerechtigkeit die wirksamsten Mittel gegen die Spaltung der Generationen und gegen das gesellschaftliche Abstell­gleis für die ältere Generation“, so Glück.

Freundliche Grüße
Josef Hasler, Stv. Pressesprecher

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