Bayerischer Landtag

Landtagspräsident Alois Glück zum Tod der ehemaligen Staatsministerin Frau Dr. Mathilde Berghofer-Weichner

Donnerstag, 29. Mai 2008

München - „Eine große Pionierin der selbstbewussten Mitwirkung von Frauen in Politik und Gesellschaft.“ So würdigte Landtagspräsident Alois Glück die verstorbene Ex-Staatsministerin. Ihre Unerschrockenheit und ihr Mut seien legendär gewesen. Kompetent in der Sache und von großer politischer Zielstrebigkeit, sei sie in Ämter berufen worden, die Frauen bis dahin nicht innegehabt hätten.

Glück skizzierte den Weg der durchsetzungsstarken Politikerin: Nach dem Jurastudi-um, kommunalpolitischen Anfängen in Gauting und Starnberg sowie einigen Jahren als Staatsanwältin und Ministerialrätin in München trat sie 1974 als Kultusstaatssek-retärin ins bayerische Kabinett ein. 1986 berief sie der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß zur ersten Justizministerin Bayerns, 1988 wurde sie Stellvertreterin des Regierungschefs.

In ihrem Politikverständnis tief von christlichen Grundsätzen geprägt, habe die Verstorbene, so der Landtagspräsident, Maßstäbe gesetzt und Entwicklungen gefördert, die Bayern vorangebracht hätten. In der Bildungs-, Hochschul- und Rechtspolitik habe sie bleibende Spuren hinterlassen. Aber auch im Sozialen sei ihr Engagement vorbildlich gewesen: vom VdK über das Rote Kreuz bis hin zu Donum Vitae.

Der Bayerische Landtag, so Glück, gedenke der streitbaren und leidenschaftlichen Politikerin Mathilde Berghofer-Weichner mit großem Respekt und werde ihr ein blei-bendes ehrendes Gedenken bewahren.

Freundliche Grüße
Axel Stehle, Pressesprecher

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