Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Barbara Stamm zieht positive Bilanz nach Besuch des Präsidenten der Abgeordnetenkammer des Königreichs Marokko, Mustapha Mansouri

Dienstag, 2. Dezember 2008

München – Der Bayerische Landtag und die Abgeordnetenkammer des Königreichs Marokko wollen ihre interparlamentarischen Beziehungen stärken und künftig noch dynamischer ausbauen – das betonten die Präsidenten der beiden Volksvertretungen bei ihren Gesprächen heute im Maximilianeum.

Im Mittelpunkt der rund dreistündigen Unterredung im Landtag standen die Reformen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene des Königreichs. Präsident Mustapha Mansouri hob die vielfältigen Liberalisierungsbemühungen hervor, die zu einer Öffnung seines Landes nach Westen, insbesondere hin zu Europa geführt haben: „Unsere Zusammenarbeit mit der Europäischen Union ist eng und sehr positiv. Sie hat dazu geführt, dass wir mittlerweile einen Kooperationsstatus erreicht haben, der über eine Assoziation hinausreicht.“

Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess, so der Präsident der marokkanischen Abgeordnetenkammer, komme dabei Deutschland zu. So gelte die Bundesrepublik, und hier vor allem der Freistaat Bayern, in Marokko als Vorbild – gerade auch was den Aufbau regionaler Strukturen anbelangt. „Gerne würden wir bei unseren derzeitigen Regionalisierungsbemühungen von den umfassenden Erfahrungen Bayerns auf diesem Gebiet lernen“, sagte Präsident Mustapha Mansouri. Landtagspräsidentin Barbara Stamm zeigte sich erfreut über das marokkanische Interesse am Föderalismus und sagte hier ihre Unterstützung zu. Weitere Felder der Kooperation sahen die Gesprächsteilnehmer u. a. auch beim Ausbau der bayerisch-marokkanischen Handelsbeziehungen, aber auch bei ökologischen Projekten.

Der Gedankenaustausch der bayerisch-marokkanischen Parlamentarier, an dem neben der Landtagspräsidentin auch die Vizepräsidenten bzw. Vertreter der Landtagsfraktionen teilnahmen, war verbunden mit einer gemeinsamen Besichtigung des Plenarsaals sowie mit dem Eintrag der Delegation in das Ehrenbuch des Bayerischen Landtags.

Freundliche Grüße
Katja Helmö, Pressestelle

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