Bayerischer Landtag

Architektenwettbewerb für den Erweiterungsbau Nord des Bayerischen Landtags wird entschieden: Präsentation des Siegermodells am Mittwoch, 25. März 2009, 13 Uhr im Ausstellungsfoyer des Bayerischen Landtags

Mittwoch, 18. März 2009

Ein europaweiter Architektenwettbewerb für den Erweiterungsbau im Nordhof des Bayerischen Landtags findet seinen Abschluss: Am 24. März 2009 wählt das Preisgericht unter 18 Bewerbern den besten Entwurf aus. Landtagspräsidentin Barbara Stamm präsentiert das Siegermodell in einer Pressekonferenz am 25. März 2009 um 13 Uhr im Ausstellungsfoyer des Maximilianeums. Der Vorsitzende des Preisgerichts und der Preisträger erläutern anschließend den erfolgreichen Entwurf.

In dem Neubau entstehen 50 Büros, ein großer Sitzungssaal, Besprechungsräume und eine EDV-Zentrale. Diese größte Baumaßnahme in dieser Legislaturperiode ist die Konsequenz aus den Landtagswahlen im Herbst 2008, als zwei neue Fraktionen in den Bayerischen Landtag einzogen und die Raumnot akut wurde. Der Baubeginn soll gegen Ende des Jahres 2009 erfolgen; die Fertigstellung ist für den Sommer 2011 geplant. Mit dem Projekt will der Landtag beim energetischen Bauen Maßstäbe setzen. Der Erweiterungsbau Nord soll nach dem Willen des Präsidiums den Standard eines Passivhauses haben: Es gibt keine herkömmliche Heizanlage mehr; der überwiegende Teil des Wärmebedarfs wird aus „passiven“ Quellen gedeckt. Darunter fallen zum Beispiel Sonneneinstrahlung oder die Abwärme von Menschen oder technischen Geräten. Eine ständig laufende Lüftungsanlage sorgt für den notwendigen Luftaustausch. Die Mehrkosten bei der Installation rechnen sich innerhalb kurzer Zeit wegen der geringen Ausgaben für Energie, sind die Initiatoren überzeugt.

Die Architekten, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, mussten auch auf die besondere städtebauliche Situation des Maximilianeums Rücksicht nehmen. Das Gebäude wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als krönender Abschluss der Maximilianstraße errichtet. König Maximilian II. wollte mit diesem prägenden Bau die große Stadterweiterung vom Max-Josef-Platz durch das Lehel zur Isar hin abschließen. Ab 1960 fanden dann innerhalb des Mauerrings immer wieder Erweiterungsbauten statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können alle Wettbewerbsarbeiten vom 26. März bis 3. April 2009 jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr, auch am Samstag und Sonntag, im Ausstellungsfoyer besichtigen und sich selber ein Bild von der geplanten Baumaßnahme machen. Zugang ist über die Ostpforte. /hw

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