Bayerischer Landtag

Berliner Büro plant Erweiterungsbau am Maximilianeum - Entscheidung von Landtagspräsidium und Baukommission des Bayerischen Landtags - Bayerische Firmen sollen von der Baumaßnahme profitieren

Dienstag, 26. Mai 2009

München. – Das Berliner Büro Léon Wohlhage Wernik soll den Erweiterungsbau im Nordhof des Maximilianeums planen. Das haben am Dienstag das Präsidium und die Baukommission des Bayerischen Landtags in einer gemeinsamen Sitzung entschieden. Damit kommt der Entwurf zum Zug, der bei einem Architektenwettbewerb im März 2009 den ersten Preis erhalten hatte. Der Entwurf des Berliner Büros sieht einen quadratischen Bau mit fünf Stockwerken vor. Darin befinden sich über 50 Büros, Besprechungsräume und ein großer Sitzungssaal im vierten Obergeschoss. Landtagspräsidentin Barbara Stamm will erreichen, dass von der größten Baumaßnahme in der laufenden Legislaturperiode bayerische Firmen profitieren. Darin ist sie sich mit den Mitgliedern des Präsidiums und der Baukommission einig.

Fast fünf Stunden lang rangen die Abgeordneten aus allen fünf Fraktionen im Bayerischen Landtag um die beste Lösung für den Erweiterungsbau im Nordhof des Maximilianeums. Die vier Büros, die im März 2009 in einem Architektenwettbewerb mit einem Preis ausgezeichnet worden waren, hatten ihre Entwürfe überarbeitet und präsentierten diese dem Präsidium und der Baukommission. Schließlich sprach sich eine klare Mehrheit für den Entwurf aus, den Professorin Hilde Léon vom Büro Léon Wohlhage Wernik in Berlin vorstellte. „Er ist der eleganteste und bestechendste Entwurf vom Material und von der Gliederung her“, urteilte die Münchner Stadtbaurätin Professor Elisabeth Merk. Sie gratulierte dem Bayerischen Landtag zu dieser Entscheidung und sicherte die volle Unterstützung der Stadt bei dieser Baumaßnahme zu. Hanspeter Beißer, der Vorstand der Stiftung Maximilianeum, war ebenfalls sehr zufrieden: „Der Entwurf setzt neue Akzente und fügt sich trotzdem behutsam in die städtebaulich herausragende Umgebung ein.“

Für die Mehrheit der Abgeordneten war neben dem „großen architektonischen Wurf“ die künftige Nutzung wichtig. Sie fanden das Raumkonzept schlüssig und ansprechend. „Alles sehr funktional und flexibel nutzbar“, befanden sie. Der Erweiterungsbau soll der Raumnot ein Ende bereiten, die sich mit den Landtagswahlen im Herbst 2008 verschärft hat, als fünf statt drei Fraktionen in das Parlament einzogen. Jetzt sollen über 50 neue Büros entstehen: für die Abgeordneten, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landtagsamtes, die in die Ismaninger Straße ausquartiert wurden. Wenn das Projekt fertig ist, sollen auch sie wieder in das „Stammhaus Maximilianeum“ zurückkehren.

Bei der Baumaßnahme wird auch großer Wert auf ein nachhaltiges Energiekonzept gelegt. Die Vorgaben lauten: wirtschaftlich, effizient, umweltfreundlich und ressourcensparend. /hw

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