Bayerischer Landtag

Deutsch-russisches Jugendparlament tagt im Maximilianeum...

Freitag, 10. Juli 2009

„Mit den Augen der Jugend“
Deutsch-russisches Jugendparlament tagt im Maximilianeum – Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die junge Generation ist Thema

München. „Mit den Augen der Jugend: Was erwarten wir von der Modernisierungspartnerschaft zwischen Deutschland und Russland?“ – Mit diesem Thema beschäftigt sich das 5. Deutsch-Russische Jugendparlament, das am Montag, 13. Juli 2009, im Plenarsaal des Maximilianeums zusammentritt. Um 16 Uhr begrüßt Landtagspräsidentin Barbara Stamm die rund 50 Jugendlichen aus Russland und Deutschland, die parallel zu den deutsch-russischen Regierungskonsultationen und dem „Petersburger Dialog“ die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise für die junge Generation beider Länder beraten. Ausgerichtet wird das 5. Deutsch-Russische Jugendparlament von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch. Die Bundeszentrale für politische Bildung fördert dieses Zusammentreffen.

Trotz des Sitzungsmarathons in der nächsten Woche stellt der Bayerische Landtag den Plenarsaal und andere Räume im Maximilianeum für das Deutsch-Russische Jugendparlament zur Verfügung. „Ich finde, dass wir jede Begegnung von Jugendlichen unterstützen müssen, die sich für politische Fragen interessieren und sich dafür auch engagieren“, betont Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Sie ist überzeugt, dass die Tagung die guten Kontakte zwischen den jungen Menschen aus Russland und Deutschland weiter vertieft.

Dr. Hans-Friedrich von Ploetz, Sprecher der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und früherer deutscher Botschafter in Russland, freut sich über den Tagungsort Maximilianeum: „Die Tatsache, dass der Bayerische Landtag sein Haus für das 5. Deutsch-Russische Jugendparlament öffnet, verdeutlicht den hohen politischen Stellenwert, den die gewählten Vertreter der bayerischen Bürger dem politischen Engagement unserer Jugend im Allgemeinen und engen deutsch-russischen Beziehungen im Besonderen beimessen.“


Die deutschen und russischen Jugendlichen haben ein volles Programm: Sie debattieren in Plenarsitzungen und in vier Ausschüssen über die Konsequenzen der Wirtschaftskrise, über Modernisierung und Innovation, über neue Impulse für die Zusammenarbeit von Jugendlichen und über die Zukunft des deutsch-russischen Jugendparlaments. Außerdem befragen die Teilnehmer in Anhörungen deutsche und russische Politiker und Experten.

Ziel des Jugendparlaments ist es, zu einer gemeinsamen Meinungsbildung zu gelangen.
Die Ergebnisse ihrer Beratungen präsentieren die deutschen und russischen Jugendparlamentarier am Donnerstag, den 16. Juli um 13 Uhr in ihrer abschließenden Plenarsitzung in der Münchner Residenz im Max-Joseph-Saal. Im Anschluss berichten Vertreter des Jugendparlaments in der Abschlusssitzung des „Petersburger Dialogs“. Zu der Veranstaltung in der Münchner Residenz werden auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Dimitri Medwedjew erwartet .

Das Jugendparlament versteht sich als „Schule der Zivilgesellschaft.“ Es will bei den Teilnehmern das Verständnis für Demokratie und für die Regeln der parlamentarischen Meinungsbildung fördern sowie die Möglichkeiten der eigenen Einflussnahme im demokratischen Prozess verdeutlichen. Ziel ist es, zu politischem Engagement zu motivieren.

Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch ist bundesweit das zentrale Koordinierungszentrum für den Jugend- und Schüleraustausch mit Russland. Gesellschafter der Stiftung sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Freie und Hansestadt Hamburg, die Robert Bosch Stiftung und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Seit ihrer Gründung 2006 hat die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch mehr als 30 000 Jugendliche, Lehr- und Fachkräfte aus Deutschland und Russland in Kontakt gebracht mit dem jeweils anderen Land, seinen Menschen, seiner Sprache und seiner Kultur.
/hw

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