Bayerischer Landtag

Landtag tritt Bündnis für Toleranz bei - Präsidentin Barbara Stamm: "Wir müssen wachsam sein"

Donnerstag, 18. Juni 2009
Der Bayerische Landtag wird Mitglied im „Bayerischen Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen.“
Das kündigte Präsidentin Barbara Stamm an, die sich voll hinter die Ziele des Bündnisses stellt: Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus bekämpfen und die Erziehung zu Demokratie und Achtung der Menschenwürde verstärken. „Wir müssen wachsam sein, dürfen nicht wegschauen, damit rechtsextreme Ideologen mit einem verqueren Menschen- und Weltbild in unserer Gesellschaft keine Chance haben“, betont Barbara Stamm.

Dem Netzwerk für Toleranz gehören inzwischen über 25 Institutionen und Organisationen aus Politik, Wirtschaft, Bildung und anderen gesellschaftlichen Bereichen an. Mitglieder sind zum Beispiel die christlichen Kirchen, die israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, das bayerische Innen- und das Kultusministerium.

Gegründet wurde das Bündnis im Juli 2005 in München. Es unterstützt unter anderem die bisher einzige Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bad Alexandersbad. Diese Einrichtung besteht seit Februar 2007 und ist inzwischen zur zentralen Anlaufstelle für Fragen im Umgang mit Rechtsextremismus geworden. Sie stellt Kontakte zwischen Kommunen und Initiativen her, berät und unterstützt sie professionell. In ihrer Aufklärungsarbeit spielt die Jugend eine besondere Rolle. Die Projektstelle befindet sich in der Nähe der oberfränkischen Stadt Wunsiedel, die sich vom Wallfahrtsort der Neonazis zum Synonym für Zivilcourage und demokratische Wehrhaftigkeit entwickelt hat. „Dieses Beispiel zeigt, dass sich Engagement lohnt“, betont Landtagspräsidentin Barbara Stamm./hw

Weitere Informationen zum Parlamentarischen Abend des Bündnisses am 16. Juni 2009 mehr...

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