Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin appelliert an Verleger: Münchner Büro des "Donaukurier" erhalten!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

München. Landtagspräsidentin Barbara Stamm hat an Georg Schäff, den Verleger des „Donaukuriers“ in Ingolstadt appelliert, die Redaktion in München nicht zu schließen. In einem Brief an Schäff und an Chefredakteur Michael Schmatloch schreibt Barbara Stamm, die Regionalzeitung mit einer Auflage von 93 000 Exemplaren habe bisher immer von der Arbeit der Korrespondenten vor Ort profitiert. Diese versorgten die Leserinnen und Leser nicht nur mit aktuellen Informationen aus der Landespolitik, sondern lieferten auch Hintergrundberichte, machten Geschehnisse und Zusammenhänge für die Menschen in der Region transparent. In dem Schreiben heißt es unter anderem:

„Als Präsidentin des Bayerischen Landtages ist mir vor allem daran gelegen, dass unabhängige Journalisten das Geschehen im Parlament des Freistaates Bayern begleiten und mit ihrer Berichterstattung bei den Bürgerinnen und Bürgern Interesse für die Ereignisse „da oben“ wecken oder wach halten. Damit leistet Ihre Zeitung auch einen Beitrag gegen die viel beklagte Politik- und Politikerverdrossenheit.“

Der „Donaukurier“ habe im nördlichen Oberbayern eine herausragende Stellung, schreibt Barbara Stamm weiter. Sie hatte bisher den Eindruck, dass die Zeitung landespolitisch in der Liga der großen Regionalzeitungen mitspielen wolle. Dafür sei die Redaktion in München bisher immer die beste Gewähr gewesen. Sie habe der Zeitung ein eigenständiges Profil gegeben. Barbara Stamm wörtlich:

„Ich appelliere an Sie und bitte Sie, Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und die Redaktion in München fortbestehen zu lassen. Nehmen Sie sich nicht die Kompetenz, die engagierte Journalistinnen und Journalisten mit ihrer eigenständigen Berichterstattung aus München für den gesamten „Donaukurier“ erarbeitet haben.“


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Barbara Stamm hat den Brief bereits in der vergangenen Woche geschrieben, wollte aber mit einer Veröffentlichung so lange warten, bis das Schreiben auf jeden Fall dem Verleger und dem Chefredakteur vorliegt. /hw

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