Bayerischer Landtag

Petitionsübergabe des BLLV an Landtagspräsidentin Stamm

Donnerstag, 16. Juli 2009

Massenpetition für eine bessere Grundschule:
60 Ordner mit über 100 000 Unterschriften an den Bayerischen Landtag übergeben – Präsidentin Barbara Stamm: „Bildungspolitik ist die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts“

München. Landtagspräsidentin Barbara Stamm hat eine Massenpetition für eine bessere Grundschule entgegengenommen. Vertreter des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) übergaben heute Nachmittag 60 Ordner mit genau 103 748 Unterschriften. Der Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags will sich im Herbst 2009 intensiv mit dem Anliegen auseinandersetzen, das unter dem Motto steht: „Unsere Kleinen ganz groß – Grundschule stärken.“

Landtagspräsidentin Barbara Stamm kündigte einen Wettstreit der Bildungspolitiker um die beste Lösung an. „Im Mittelpunkt muss immer das Kind stehen, der junge Mensch“, betonte die Politikerin und fügte an: „Ich bin mehr denn je überzeugt, dass die Bildungspolitik die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts ist.“ Es gebe kaum eine Sitzung des Plenums, in der nicht die Bildungspolitik auf der Tagesordnung stehe. Von den über 100 000 Unterschriften, die der BLLV in relativ kurzer Zeit gesammelt hat, zeigte sich die Landtagspräsidentin beeindruckt.

Vertreter aller fünf Fraktionen nahmen an der Übergabe der Massenpetition teil. Hans-Ulrich Pfaffmann, der Vorsitzende des Bildungspolitischen Ausschusses im Bayerischen Landtag, versprach, sich mit der Eingabe vor allem von Eltern und Lehrern intensiv zu beschäftigen. Er vertraut darauf, dass am Ende eine zukunftsorientierte Lösung zustande kommt.


Mit Blick auf die 60 Ordner an einem langen Tisch sagte BLLV-Präsident Klaus Wenzel: „Es war viel schwieriger, den Inhalt der Ordner zu transportieren als die Ordner selbst.“

Mit der Kampagne für eine bessere Grundschule wollen die Initiatoren eine Reihe von Forderungen durchsetzen: mehr Förderung, kleinere Klassen und Gruppen, gleiche Besoldung für alle Lehrer, eine bessere Lehrerbildung, die freie Schulwahl-Entscheidung und vor allem eine längere gemeinsame Schulzeit. Die über 100 000 Unterschriften zeigten, wie groß der Wunsch nach Veränderungen sei. Ein so klares Votum dürften Landtag und Kultusministerium nicht ignorieren, betonte BLLV-Präsident Klaus Wenzel.
/hw

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