Bayerischer Landtag

Shalom – gemeinsam gehen

Mittwoch, 11. November 2009
Landtagspräsidentin erinnert an Reichspogromnacht 1938

München. „Shalom – gemeinsam gehen!“ Das ist der Titel eines deutsch-israelischen Gemeinschaftsprojektes, das bis zum 3. Dezember 2009 im Nordbau des Maximilianeums gezeigt wird. Bei der Eröffnung am Dienstag erinnerte Landtagspräsidentin Barbara Stamm an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 und die schrecklichen Folgen für die jüdischen Mitmenschen. „All diese Dinge sind nicht vergessen und wir sind dankbar, dass wir heute freundschaftliche Beziehungen miteinander pflegen können“, betonte Barbara Stamm.

Präsentiert werden Bilder und Skulpturen, die Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung aus Israel und Franken geschaffen haben. Vielen von ihnen hilft die Kunst, ihr schweres Schicksal besser zu bewältigen, sagte Wolfhard Preuß aus Würzburg, der zusammen mit seiner Frau Maria die Ausstellung betreut. „Shalom – gemeinsam gehen“ ist ein Angebot an die Besucher, sich mit den Träumen, Wünschen und Sorgen von Menschen mit Behinderung auseinander zu setzen.

Die Ausstellung will außerdem ein Baustein zu einer internationalen Verständigung sein. „Shalom – gemeinsam gehen“ versucht den Brückenschlag zwischen den Kulturen. An dem Gemeinschaftsprojekt sind die Arbeitsgemeinschaft Wohnen der unterfränkischen Einrichtungen mit und für Menschen mit Behinderung beteiligt, außerdem die Regierung von Unterfranken, das Behindertenwerk Nürnberg und verschiedene Partner in Israel. Anlass war der 60. Geburtstag des Staates Israel im vergangenen Jahr. München und der Bayerische Landtag sind die letzten Stationen dieser Wanderausstellung auf deutschem Boden. Im Februar 2010 wird sie erstmals in Israel gezeigt. /hw

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