Bayerischer Landtag

1. Dezember 2010 ist Welt-Aids-Tag: Informationstag im Maximilianeum

Donnerstag, 25. November 2010

München. Der 1. Dezember 2010 ist Welt-Aids-Tag – Anlass für eine Informations-Kampagne im Bayerischen Landtag. Präsidentin Barbara Stamm eröffnet die Veranstaltung um 13 Uhr; anschließend spricht Gesundheitsminister Markus Söder. Interessenten können sich an thematisch ausgerichteten Stationen über HIV und AIDS informieren. Bis 16 Uhr stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Einrichtungen des Netzwerks für Prävention, Beratung und Hilfe in Bayern bereit.

Koordiniert wird der Informationstag von der Landeszentrale für Gesundheit (LZG), die sich mit ihrer „Zentralen Informationsstelle AIDS“, kurz ZAI, in ganz Bayern für die Aufklä-rung über HIV und AIDS einsetzt. Sie entwickelt und verteilt Informationsmaterialien, un-terstützt Aktionen zur HIV-Prävention und erarbeitet dafür Konzepte. Dazu arbeitet die LZG eng mit den Fachkräften des landesweiten Netzwerkes zusammen – ganz im Sinne der Aktion „Hand in Hand. Gegen AIDS“, die sie im Auftrag des Bayerischen Staatsminis-teriums für Umwelt und Gesundheit weiterführt.

Beim Informationstag besteht Gelegenheit, sich in persönlichen Gesprächen mit Fachkräf-ten sowie über Informationstafeln, Broschüren und weitere Materialien über HIV/AIDS und die Situation in Bayern zu informieren. In der Eingangshalle West ist auch die LZG-Ausstellung „Der lange Weg“ zu sehen, die mit elf überlebensgroßen Figuren eindrucks-voll die Situation eines Menschen im Umgang mit der Diagnose „HIV-positiv“ beschreibt. Sie will dazu beitragen, Vorurteile gegenüber Betroffenen abzubauen und gleichzeitig Gedanken an den eigenen Schutz vor einer HIV-Infektion stärken.

Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember, erinnert daran, dass HIV und AIDS noch immer un-gelöste Probleme sind, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Denn trotz intensiver Forschung und großer Fortschritte in der Behandlung ist eine wirkliche Heilung von AIDS bisher nicht möglich. Auch ein vorbeugender Impfstoff gegen die HIV-Infektion steht nicht zur Verfügung. Daher kommt der Prävention, also der Vorbeugung einer Ansteckung, nach wie vor größte Bedeutung zu.

Wie wichtig Prävention ist, zeigt sich auch in den Zahlen zu HIV und AIDS, die das Ro-bert-Koch-Institut (RKI) in Berlin für ganz Deutschland sammelt und auswertet: Demnach leben in Bayern Ende des Jahres 2010 rund 9 400 HIV-positive Menschen. Im ersten Halbjahr 2010 wurden hier 206 HIV-Infektionen neu festgestellt, für das gesamte Jahr werden etwa 350 Neuinfektionen erwartet. Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten sind nach wie vor am häufigsten betroffen. /hw

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