Bayerischer Landtag

Anhörung des Bildungs- und Sozialausschusses am 18.10.2010

Freitag, 15. Oktober 2010

Anhörung der Ausschüsse
für Soziales, Familie und Arbeit
und Bildung, Jugend und Sport

zum Thema
„Verhältnis von Jugendhilfe und Ganztagesschule“

am
Montag, 18. Oktober 2010
von 13 bis 16 Uhr im Senatssaal

Journalistinnen und Journalisten sind zu dieser Anhörung herzlich eingeladen.

Fragenkatalog

I. Verhältnis von Jugendhilfe und Ganztagsschule
I.1. Mit der Ausweitung der Betreuungszeit in der Ganztagsschule entwickelt sich die Schule endgültig vom Lernort zum Lebensort.
Welche Konsequenzen sehen Sie im Hinblick auf die pädagogischen Aufgaben der Schule und welche Möglichkeiten bestehen für die Jugendhilfe, die Ganztagsschulen bei der Erreichung ihres in der Verfassung festgelegten Bildungs- und Erziehungsauftrags zu unterstützen?"
I.2. Für berufstätige Eltern spielt der zeitliche Rahmen der Betreuung der Schulkinder eine wichtige Rolle.
Welche konkreten Anforderungen ergeben sich hieraus für die Betreuungszeit an der Ganztagsschule?
I.3. Wie hoch ist der Anteil an Schülern mit Jugendhilfebedarf und welche Berührungspunkte gibt es danach zwischen der Ganztagsschule und den Einrichtungen der Jugendhilfe?
I.4. Bei der Kindertagesbetreuung handelt es sich um eine kommunale Aufgabe. Es obliegt hierbei der Kommune, die Angebote bestmöglich auf die Bedürfnisse vor Ort anzupassen. Welche Erfahrungen gibt es hier in der Praxis und wie erfolgt die Beteiligung der betroffenen Träger der Jugendhilfe?
I.5. Welche Erfahrungen wurden bei der Zusammenarbeit der staatlichen Schulen mit anderen Kooperationspartnern wie der Jugendhilfe, Musikschulen, Sportvereinen usw. in der schulischen Praxis gemacht und welche Chancen ergeben sich daraus für die Kooperationspartner?
I.6. Bei der Bildung unserer Kinder muss von einem einheitlichen Bildungsverständnis ausgegangen werden. Welchen Beitrag können die Kooperationspartner mit ihren unterschiedlichen Ansätzen und Methoden dazu leisten?
I.7. Wie ist eine optimale Organisation der Aufgaben der Jugendhilfe und den Bildungs- und Betreuungsaufgaben der Schule und ihren pädagogischen und sozialpädagogischen Aufgaben zu erreichen, ggf. durch eine Trennung der Aufgaben, ohne dass es zu Reibungsverlusten zwischen den Beteiligten Behörden und Trägern kommt?
I.8. Wie ist das Nebeneinander der vielen unterschiedlichen Ganztagssysteme (offene Ganztagsschule, gebundene Ganztagsschule, Mittagsbetreuung, verlängerte Mittagsbetreuung, Hort,) sowohl in Hinsicht auf ein qualitativ gutes pädagogisches Angebot sowie in Hinsicht auf die unterschiedlichen Zuständigkeiten und Finanzierungsmodalitäten ein zu schätzen? Sollen sie in dieser Hinsicht vereinheitlicht werden?
I.9. Wie muss eine klare und differenzierte Aufgabenbeschreibung für die pädagogische Sozialarbeit in der Jugendhilfe einerseits und pädagogische Aufgaben im Bereich der Schulen andererseits aussehen, welche Aufgabenfelder müssen dabei benannt und beschrieben werden?
I.10. Ist eine qualifizierte Weiterentwicklung von der, hier als freiwillige Leistung des Staates genannten und nur als drängendste und unmittelbare Aufgabe verstandene „Jugendarbeit an Schule (JaS), hin zu einer wirklichen präventiven und für alle Kinder und Jugendlichen nutzbaren „Schulsozialarbeit“ nötig? Wenn ja, wie kann sie erreicht werden?
I.11. Warum wird zwischen dem sozialpädagogischen Einsatz von externem Personal im Bereich der offenen und gebundenen Ganztagsschule als staatliche Aufgabe und der Jugendsozialarbeit an Schulen als freiwillige Leistung des Staates im Aufgabenbereich der Kommunen unterschieden? Gibt es dafür außer der Argumentation vor dem Hintergrund des StGB VIII weitgehende entscheidende Aspekte, die es zu beachten gilt?
I.12. Welche räumlichen oder logistischen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit Jugendhilfe und Ganztagsschule sinnvoll miteinander verzahnt werden können, so dass sie für Kinder und Jugendli-che auch erreichbar sind und damit effektiv eingesetzt werden können?
I.13. Sehen Sie Möglichkeiten die organisatorische Trennung zwischen Jugendhilfe und Ganztagesschule aufzuheben?
I.14. Welchen Stellenwert soll die Elternarbeit in der Ganztagesschule einnehmen?
I.15. Welche Aufgaben der Jugendhilfe und Sozialarbeit können in der Ganztagesschule sinnvoll angesiedelt werden und wie kann die Vernetzung mit den klassischen Trägern dieser Aufgaben sichergestellt wer-den?
I.16. Wie verändert sich der Auftrag der Schule beziehungsweise die Rolle der Jugendhilfe durch den Ausbau der Ganztagsangebote an den Schulen?
I.17. Mit dem Ausbau der Ganztagsschule werden Schulen und Jugendhilfe mit einer Veränderung ihres Auftrages konfrontiert. Wie gehen die Institutionen damit um?
I.18. Wie kann die Jugendhilfe zur Gestaltung von Ganztagsangeboten im außerschulischen Bereich, im Unterricht und im Bereich der Versorgung und Betreuung Kinder und Jugendlicher beitragen?
I.19. Welche weiterführenden Perspektiven eröffnen sich durch die Kooperation von Jugendhilfe und Schule?
I.20. Wie haben sich das Verhältnis und die Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe verändert?
I.21. Auf welche Weise funktioniert die Abstimmung der Maßnahmen der Jugendhilfe mit den Ganztagsschu-len?
I.22. Wie lässt sich die anwaltschaftliche Funktion der Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche in der Schule mit der Zusammenarbeit der Schulen vereinbaren?
I.23. Wie lässt sich das Verhältnis von Schule und Lebenswelt gestalten, dass es sich förderlich auf die Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen auswirkt? Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch?
I.24. Wie können die Ziele der Zusammenarbeit – Bildung fördern, Benachteiligung abbauen- verwirklicht werden?
I.25. Auf welche Weise kann die Zusammenarbeit der Ganztagsschule und der Jugendhilfe mit ihren unterschiedlichen Handlungs- und Berufsfeldern vereinfacht werden?
I.26. Welche Chancen sehen Sie in der Kooperation von Schule und Jugendhilfe bei der Gestaltung von ganztägigen Angeboten. Welche Herausforderungen an Schule und Kinder- und Jugendhilfe ergeben sich dadurch?
I.27. Welche rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, dass die kommunale Jugendhilfeplanung mit der staatlichen Schulentwicklungsplanung verbindlich abgestimmt werden kann?
I.28. Wer sollte Ihrer Meinung nach für die Randzeiten- Betreuung zuständig sein?
I.29. Die Inanspruchnahme von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe erfolgt freiwillig. Wie lässt sich dieses Prinzip der Freiwilligkeit mit dem schulischen Auftrag vereinbaren?
Verändert sich dieser Grundsachverhalt während der schulischen Betreuungszeit?
I.30. Welche Kontakte, Gremien und Kooperationen zur Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe gibt es im Rahmen des "Kinder/Jugendschutzes"?
I.31. Wie erfolgt der Austausch auf der Leitungsebene zwischen Jugendamt und Schulamt?
Wie sehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Kinder/Jugendschutz in Schule und Jugendhilfe aus?
I.32. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es z.B. bei Anhaltspunkten für Kindeswohlgefährdung?
I.33. Wie können beide Institutionen als Träger der Jugendhilfe und Schule ebenbürtige Kooperationspartner werden? Gibt es hier Erfahrungen aus anderen Bundesländern oder aus der Wissenschaft/Forschung?
I.34. Wie grenzen sich aus Sicht des StMUK und des StMAS der Erziehungs- und Bildungsauftrag sowie die spezifischen Aufgaben von Schule und Jugendhilfe/ Jugendarbeit ab?
I.35. Wo bestehen grundsätzlich konkrete Ansatzpunkte und wo Ausschlussgründe für eine Öffnung von Ganztagsschulen gegenüber den (Freien) Trägern von Jugendhilfe und Jugendarbeit?
I.36. In welchen Bereichen bestehen bereits welche (Kooperations-) Angebote der Freien Jugendhilfe bzw. der Jugendarbeit an den Schulen mit Offenem Ganztagsbetrieb einerseits und an den Schulen mit gebundenem Ganztagsbetrieb andererseits? Wie wird die Qualität der Angebote eingeschätzt?

II. Spezifischer Lebensort Schule

II.1. Zielvorstellungen der Ganztagsschule
II.1.1. Welche Zielvorstellungen werden mit der Ganztagsschule verbunden (z.B. mehr Bildungsgerechtigkeit, bessere Förderung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit)?
II.1.2. In welchem Verhältnis stehen diese Ziele zum Auftrag der Jugendhilfe
(§1 Abs. 1 SGB VIII, Förderung der Entwicklung junger Menschen und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit)?
II.1.3. Wie wird überprüft, ob die gewählten Ansätze und die eingesetzten Mittel für die ganztägige Bildung und Betreuung im Sinne der Zielvorstellungen wirken (Evaluation)?
II.1.4. Ganztagsschule wird unterschiedlich definiert. Wie definieren Sie Ganztagsschule, auf welche Definition sollte man sich zukünftig einigen, wenn von Ganztagsschule gesprochen wird?
II.1.5. Welche konzeptionellen Überlegungen bestehen seitens der Schule insbesondere den über die Durchführung eines geordneten Unterrichts hinausgehenden Erziehungsauftrag der Schule gemeinsam mit Partnern aus der Jugendhilfe zu planen, zu entwickeln und durchzuführen?
II.1.6. Welche grundsätzlichen Veränderungen sehen Sie durch die Entwicklung der Schule zu ganztägigen Lern- und Lebensräumen?
II.1.7. Wie wird sich die Nachfrage der ganztägigen schulischen Betreuungsformen kurzfristig, mittelfristig und langfristig entwickeln?
II.1.8. Durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen entsteht dort eine neue Lebenssituation der Schüler. Zunehmend mehr Probleme der Kinder und Jugendlichen fallen nun in den schulischen Zeitrahmen. Wie gehen die Schulen damit um und wie können sie diesen Anforderungen gerecht werden?
II.1.9. Welche Auswirkungen hat die zunehmende Präsenz von Schule auf das Leben von Kindern/Jugendlichen? Aber auch auf Sportvereine, Verbände, Musikschulen? Gibt es hier Erfahrungswerte aus anderen Bundesländern oder Modellversuchen?
II.1.10. Wo und wie können Angebote in Sport, Spiel und Bewegung an den Schulen wahrgenommen werden und generell außerschulische Lern- und Freizeitangebote integriert werden?
Gibt es Erfahrungen und Zahlen aus der Praxis: Von wem werden zusätzliche Angebote durchgeführt und zu welchem Prozentsatz: Lehrpersonal; Eltern/Ehrenamtliche; schulexterne Anbieter; Kooperation mit Sportvereinen. Gibt es genügend externe Angebote?
II.1.11. Mit der Ganztagsbetreuung entwickelt sich die Schule vom Lernort zum Lebensort. Wie kann man dieser Entwicklung gerecht werden?
Wie muss sich der Erziehungsauftrag der Schule verändern, damit Unterricht und "nicht formale" Bildung stärker in einander greifen? Stichwort: Paradigmenwechsel von Ganztags-Schule zur Ganztags-Bildung.
II.1.12. Bildung ist als Auftrag an die Schulen Aufgabe des Landes. Um Bildung für alle Kinder und Jugendlichen individuell fördern zu können und gerecht Teilnahme- und Teilhabechancen zu ermöglichen, ist mehr als die Vermittlung von Unterrichtsinhalten nötig. Wie können Aufgaben wie Erziehung, Betreuung, gesunde Ernährung, sozialpädagogische Betreuung sinnvoll, umfassend und dauerhaft in der Schule und damit im Bereich der Bildung verankert werden?
II.1.13. Welche Unterscheidungen gibt es im Hinblick auf den Bildungsauftrag der gebundenen Ganztagsschule zu offener Ganztagsschule, Mittagsbetreuung, verlängerte Mittagsbetreuung?
II.1.14. Welche Angebote im Rahmen des Offenen Ganztagsbetriebes lassen sich auf den gebundenen Ganz-tagsbetrieb übertragen und welche nicht?

II.2. Pädagogische Standards und Konzepte
II.2.1. Von welcher Seite geht die Initiative zur Gründung einer Ganztagsschule aus und wie werden die Betroffenen vor Ort bei der Einrichtung der Ganztagsschule mit einbezogen?
II.2.2. Muss für Ganztagsschulen ein pädagogisches Konzept ausgearbeitet werden?
II.2.3. Wie stellt sich die Resourcenausstattung der Ganztagsschulen durch den Freistaat im Ländervergleich dar?
II.2.4. Ist die Ganztagsschule an eine bestimmte Schulart gebunden?
II.2.5. Wie werden Elternvertreter, Schulforum und Kollegium der Schule in die Entwicklung der pädagogischen Standards eingebunden?
II.2.6. Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird für Lehrer mit der Entwicklung zu Ganztagsschulen immer wichtiger. Wie kann diese Kompetenz Bestandteil der Lehrerausbildung werden? Dies gilt selbstverständlich auch für die Vermittlung von emotionalen und sozialen Kompetenzen. Sind hier Weiterbildungsmöglichkei-ten für Lehrer geplant?
II.2.7. Wie können sich die pädagogischen Partner/Institutionen zu einer lokalen Bildungslandschaft vernetzen?
II.2.8. Wie sieht der geplante Ausbau von Schulen mit rhythmisierten Ganztags-Unterricht im Verhältnis zu Schulen mit reiner Ganztagsbetreuung aus?
II.2.9. Welche Unterscheidungen gibt es bei der Entscheidung des Einsatzes von externem Personal im Bereich der gebundenen Ganztagsschule zur offenen Ganztagsschule, Mittagsbetreuung, verlängerte Mittags-betreuung?
II.2.10. Welche personelle Unterstützung aus dem Bereich der Schule wäre für die Hortbetreuung bei der Begleitung der Schülerinnen und Schüler bei der Hausaufgabenbetreuung und in der Betreuung der Lernzeiten sinnvoll und denkbar?
II.2.11. Müssen generell oder unter bestimmten Bedingungen in einer Ganztagesschule neben Lehrkräften auch andere Fachkräfte, wie PsychologInnen, Sozial- oder Heilpädagoginnen oder ErzieherInnen tätig sein, um den sich ausdehnenden Aufgaben gerecht werden zu können?
II.2.12. Wie kann eine bessere Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Personen, Fachkräfte, Lehrkräfte, Pädagogischen Mitarbeiter usw., die oft mit dem oder den gleichen Kind/Kindern arbeiten, erreicht werden, damit die Förderung, Erziehung und Bildung kontinuierlich und nachhaltig verbessert werden kann?
II.2.13. Welche Kommunikationsform bzw. –foren müssen geschaffen werden, damit Doppelung und Häufungen von Maßnahmen vermieden und Synergieeffekte und ergänzenden Maßnahmen besser genutzt werden können, um den Einsatz von finanziellen Mitteln effektiver steuern und nutzen zu können?
II.2.14. Welche Qualitätsstandards für die soziale Arbeit an Schulen, also im Hinblick auf Erziehung und Betreu-ung sind oder sollen festgelegt werden? Und durch wen?
II.2.15. Welcher Stellenwert kommt den Weiterbildungsmaßnahmen für das Personal zu? Was ist notwendig? Welche finanziellen Ressourcen sind dafür notwendig?
II.2.16. Wer nimmt in den jeweiligen Angeboten die Fach- und Dienstaufsicht wahr und wie wird die Umsetzung der pädagogischen Mindeststandards sichergestellt?
II.2.17. Wie können Schulen die Kooperation mit (Freien) Trägern der Jugendhilfe und Jugendarbeit – insbeson-dere die Fragen der Wahrnehmung der Aufsichtspflicht und der Qualitätssicherung – im Rahmen der Ei-genverantwortung vertraglich regeln?
II.2.18. Wie stellen die (Freien) Träger der Jugendhilfe und Jugendarbeit sicher, dass das von ihnen eingesetzte pädagogische Fachpersonal mit den einschlägigen schulpädagogischen Fragestellungen vertraut ist?
II.2.19. Wie kann in Ganztagsschulen gewährleistet werden, dass im Rahmen der
eigenverantwortlichen Schule auch kulturelle Angebote sowie Sportangebote
erfolgen?

II.3. Organisation
II.3.1. Welche positiven Beispiele aus der Praxis für die Zusammenarbeit von Ganztangsschule und Jungendhilfe gibt es und welche Verbesserungsmöglichkeiten können daraus abgeleitet werden?
II.3.2. Gibt es bei der Einbeziehung von Kooperationspartnern in die Ganztagsschule in der schulischen Praxis Probleme hinsichtlich der Aufsichtspflicht und besteht zusätzlicher Regelungsbedarf?
II.3.3. Wie wird sichergestellt, das sich die Schule gegenüber anderen gesellschaftlichen Gruppen, wie z.B. den freien Träger in der Jugendhilfe öffnet um die Schulen von einem reinen Lernort- zu Lebensorten weiter zu wickeln?

II.4. Infrastruktur
II.4.1. Welche Aussagen der Staatsregierung gibt es zum angestrebten Ausbau der Ganztagsschule in Bayern und welchem Prinzip folgt dieser Ausbau?
II.4.2. Welche Regelungen gibt es für die bauliche Ausstattung von Ganztages-schulen und von Horten (z.B. Raumprogramm) und wie werden die Kommunen als Aufwandsträger bei Baumaßnahmen gefördert?
II.4.3. Welcher Bedarf besteht an räumlichen Voraussetzungen für einen flächendeckenden Ausbau an Ganztagesschulen? Wie soll dieser Bedarf gedeckt werden?

II.5. Finanzierung

Welche Maßnahmen in den Zuständigkeitsbereichen der Ministerien, Kommunen und Landkreise könnten die Entscheidung über die Vergabe von finanziellen Mitteln, die Entscheidung über Maßnahmen und Personal deutlich vereinfachen?

II.6. Rolle der freien Träger der Jugendhilfe und der Jugendverbände

II.6.1. Wie können die Träger der freien Jugendhilfe in die Ganztagsschulen mit einbezogen werden? Bleibt ne-ben der Ganztagsschule Zeit für Vereine und Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit und welche Chancen ergeben sich durch die Ganztagsschule für diese?
II.6.2. Die freien Träger gelten seit dem Schuljahr 2009/2010 nicht mehr als Träger von Angeboten der offenen Ganztagsschule, sondern als Kooperations-partner. Die Kooperationsverträge werden aufgrund kultusmi-nisterieller Richtlinien nur für ein Jahr geschlossen. Wie beurteilen Sie diese Praxis?
II.6.3. Die Kinder- und Jugendhilfe hat eine eigenständige gesetzliche Grundlage im Sozial- und Bildungssystem. Wie wird sichergestellt, dass Jugendhilfe diesen Auftrag auch in Zukunft erfüllen kann?
II.6.4. Wie sieht es mit einer angemessenen räumlichen Ausstattung von Schulen aus für den Schulbetrieb plus Jugendhilfe und deren eigene Bildungs- und Freizeitangebote? Welche Erkenntnisse bzw. Pläne gibt es diesbezüglich?

Expertenverzeichnis
(Stand: 14.10.2010)

Gerhard Dix, Bayer. Gemeindetag
Silvia Dollinger, Grundschule St. Nikola Landshut

Joachim Feichtl, Arbeiterwohlfahrt Landesverband Bayern e. V.
Simone Fleischmann, Bayer. Lehrerinnen- und Lehrerverband e. V.
Kai T. Garben, Innere Mission München, Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Michael Graß, Bayer. Landkreistag, Körperschaft des öffentlichen Rechts

Rudolf Groh, Ludwig-Uhland-Schule, Hauptschule, Nürnberg
Markus Hirthammer, Volksschule Partenkirchen

Prof. Dr. Heiner Keupp

Gottfried Koppold, Jonas Lanig, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Bayern

Michael Kroll, Deutscher Caritasverband, Landesverband Bayern e. V.
Dr. Maria Kurz-Adam, Landeshauptstadt München, Stadtjugendamt

Martina Liebe, Bayer. Jugendring
Dr. Christian Lüders, DJI München, Deutsches Jugendinstitut e. V.

Benedikt Mayer, Stadt Kempten, Jugend-, Schul- und Sozialreferat
Diakon Christian Oerthel, Die Rummelsberger Dienste für Menschen GmbH
Lars Pogadl-Kamper, Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH
Reiner Prölß, Stadt Nürnberg, Referat für Jugend, Familie und Soziales
Thomas Reichert, Sperberschule / Hauptschule, Nürnberg
Dr. Manfred Riederle, Bayer. Städtetag

Detlef Rindt-Ermer, Evangelische Jugend Nürnberg, Fachbereich Offene und Schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit
Johann Wolfgang Robl, Johann-Andreas-Schmeller-Realschule, Staatliche Realschule Ismaning
Dr. Gabriele Rüttiger, Erzdiözese München und Freising, Schulreferat/ II Fachbereich Schulpastoral und Ganztagsschule
Dr. Robert Sauter, Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS), Landesjugendamt München
Alice Schalkhaußer, Der Partätische Landesverband Bayern e. V.
Klaus Schenk, Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Bayern, c/o Evangelische Jugendsozialarbeit

Rudolf Wastl-Mayrhofer, Staatliches Schulamt in der Landeshauptstadt Mün-chen
Dr. Ursula Weier, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforscher (ISB)
Bernhard Zapf, Diakonisches Werk Bayern e. V., Landesverband der Inneren Mission, Nürnberg
Gabriela Lerch-Wolfrum, Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Elfriede Ohrnberger, Staatsministerium für Unterricht und Kultus

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