Bayerischer Landtag

Ausstellungseröffnung „Die sudetendeutschen Sozialdemokraten“ am 13.4.2010

Mittwoch, 7. April 2010
München. Eine Ausstellung über „Die sudetendeutschen Sozialdemokraten – Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“ wird

am Dienstag, 13. April 2010, um 12.30 Uhr in der Eingangshalle-West des Maximilianeums eröffnet.

Die zweisprachig gestaltete Ausstellung handelt von Flucht und Vertreibung, aber auch von Aussöhnung und Zusammenhalt. Sie ist unter maßgeblicher Beteiligung des Journalisten Georg Schatz alias Pit Fiedler unter der Trägerschaft der Seliger-Gemeinde entstanden. 40 Tafeln dokumentieren in Wort und Schrift den Werdegang der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP), die Josef Seliger 1919 gegründet hat. Daraus entstand dann während der NS-Diktatur die „Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten im Exil“, deren Nachfolge die Seliger-Gemeinde 1951 antrat.

Die Ausstellung will an Tausende von Sozialdemokraten erinnern, die unter der Naziherrschaft im KZ ermordet wurden oder ins Exil flüchten mussten. Dazu zählte auch Volkmar Gabert, der nach dem 2. Weltkrieg aus dem englischen Exil zurückkehrte und zu einem der großen sozialdemokratischen Politiker in Bayern wurde. Er gehörte von 1950 bis 1978 dem Bayerischen Landtag an, war von 1962 bis 1976 Fraktionsvorsitzender der SPD und bis 1978 II. Landtagsvizepräsident.

Medienvertreter sind zur Ausstellungseröffnung herzlich eingeladen. /hw

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