Bayerischer Landtag

„Es war ein wunderbarer Abend“ - Gelungener Auftakt von „Kino im Landtag“

Mittwoch, 3. Februar 2010

München. Die neue Veranstaltungsreihe „Kino im Landtag“ hat einen furiosen Start hinter sich. Fast 400 Gäste kamen am Dienstagabend ins Maximilianeum, um das Bergsteigerdrama „Nanga Parbat“ zu sehen und dabei Regisseur Joseph Vilsmaier, den Extrembergsteiger Reinhold Messner und einen der beiden Hauptdarsteller, den Schauspieler Andreas Tobias zu erleben. Studentinnen und Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) nutzten die Chance, mit Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und ihnen ihre Arbeit vorzustellen. Das „Maximilianeum öffnet sich für einen medienpolitischen Diskurs“, umriss Präsidentin Barbara Stamm das Anliegen der neuen Reihe, die der Bayerische Landtag gemeinsam mit dem FilmFernsehFonds Bayern und der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) veranstaltet.

Abgeordnete haben oft gar nicht die Zeit, ins Kino zu gehen und sich über die neuesten Filme zu informieren. Das hat Franz Maget, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, in einem Gespräch mit Markus Aicher, dem Kinoredakteur des Bayerischen Rundfunks, gestanden. Dabei bewilligt der Landtag die Gelder für die Filmförderung. - Die Idee für „Kino im Landtag“ war geboren: Herausragende Persönlichkeiten der bayerischen und der deutschen Filmbranche sollten im Maximilianeum ihre neuesten Produktionen vorstellen können! Landtagspräsidentin Barbara Stamm unterstützte das Projekt von Anfang an. „Der Medienstandort Bayern ist ein Juwel, und wir müssen gemeinsam alles tun, damit dieses Juwel erhalten bleibt“, betonte die Gastgeberin bei der Auftaktveranstaltung.

Professor Klaus Schaefer, Geschäftsführer des FilmFernsehFonds (FFF) Bayern, nannte Zah-len: Fast 28 Millionen Euro sind im vergangenen Jahr in die Filmförderung geflossen; der FFF unterstützt den bayerischen Film in all seinen Entwicklungsstufen. Professor Gerhard Fuchs, Präsident der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), berichtete von der herausragenden Rolle, die Filme aus Bayern in Deutschland und in der Welt spielen. Die Filmhochschule in München, habe daran einen entscheidenden Anteil. „Keine andere vergleichbare Institution kann auf so viele Preise und Preisträger verweisen“, sagte Fuchs. Als Beispiele nannte der HFF-Präsident den OSCAR-gekrönten Abschlussfilm „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck oder den Welterfolg „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ von Byambasuren Davaa und Luigi Falorni. Professor Gerhard Fuchs dankte, dass Studentinnen und Studenten der HFF im Rahmen von „Kino im Landtag“ die Möglichkeit ha-ben, ihre Arbeiten vorzustellen. Den Anfang machte Fabio Stoll mit seinem Schwarz-weiß-Kurzfilm „Ohne Atem“ – ein beeindruckendes Erstlingswerk, bei dem viele Zuschauer den Atem anhielten.

Hundert Minuten lang zog dann das Bergsteigerdrama „Nanga Parbat“ die Gäste in seinen Bann: „Zwei Brüder. Ein Berg. Ihr Schicksal.“ Der Film handelt von der tragischen Expedition der Südtiroler Bergsteiger Reinhold und Günther Messner im Juli 1970 in den Himalaya, von der nur Reinhold Messner lebend zurückkam. Für die Veranstaltung hatten Profis den Senats-saal und das Konferenzzimmer im Maximilianeum mit aufwändigster Technik in Kinosäle verwandelt – großzügiges Sponsoring von Partnern aus der Medienbranche. Joseph Vilsmaier und Reinhold Messner standen nach dem Film für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Ernst Vogt, Leiter der Bergsteigerredaktion beim Bayerischen Rundfunk, moderierte die Gesprächsrunde, die Regisseur und Produzent Joseph Vilsmaier mit dem energischen Satz be-schloss: „Mit dem heutigen Abend ist der „Nanga Parbat“ für mich abgehandelt. Die Veranstaltung im Landtag ist ein wunderbarer Schluss.“

„Es war ein wunderbarer Abend!“ – Das war der meist gehörte Satz am Ende dieses ersten Kinoabends im Maximilianeum, der mit intensiven Gesprächen ausklang. Überaus glücklich waren die Studentinnen und Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film: Sie nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu den Großen der Filmbranche zu knüpfen, nahmen strahlend Visitenkarten entgegen und machten Fotos von den anwesenden Stars. „Kino im Landtag“ – öffnet Türen. /hw

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