Bayerischer Landtag

Integrationsrat nimmt Arbeit auf

(dpa)
Dienstag, 19. Januar 2010
Der neue bayerische Integrationsrat zur besseren Eingliederung von Einwanderern hat bei seiner ersten Sitzung im Landtag am Dienstag die Arbeit aufgenommen. Vorsitzender ist der Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer (CSU). Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) sicherte den 59 Mitgliedern bei der konstituierenden Sitzung volle Unterstützung zu. Der Integrationsrat hat selbst nichts zu entscheiden, soll aber Forum für den Dialog mit Einwanderern sein. Sie erwarte sich wertvolle Impulse für die bayerische Integrationspolitik, sagte Stamm.

In Bayern haben gut 2,3 Millionen der 12 Millionen Bürger des Freistaats einen «Migrationshintergrund» - das heißt, dass sie entweder selbst Einwanderer sind, Spross einer Einwandererfamilie oder zumindest einen eingewanderten Elternteil haben. Integration nehme «beide Seiten gleichermaßen in die Pflicht, Zuwanderer wie Einheimische», sagte Stamm. Sie plädierte für nachhaltige Förderung, damit Einwanderer schnell die deutsche Sprache lernen.

In dem Migrationsrat vertreten sind unter anderem Kirchen, Verbände, Behörden und die fünf Landtagsfraktionen. Der Integrationsrat setzte bei der ersten Sitzung vier Schwerpunkte, auf die sich die Mitglieder konzentrieren wollen: die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements von Einwanderern, Abbau von Vorurteilen gegen Einwanderer, besseren Schutz vor Frauenhandel und Prostitution sowie bessere Gesundheitsvorsorge für Einwandererkinder.

[Landtag]: Maximilianeum, München dpa ch yyby n1 jus
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