Bayerischer Landtag

„JobErfolg2010“ für Menschen mit Behinderung: Vorbildliche Unternehmen und Behörden werden ausgezeichnet

Freitag, 26. November 2010
München. Zum 6. Mal wird heuer am “Welttag der Menschen mit Behinderung“ der Preis „JobErfolg“ vergeben.


Die Verleihung findet am Freitag, 3. Dezember 2010, 10. 30 Uhr, im Senatssaal des Maximilianeums statt.

In einem kleinen Festakt zeichnen Barbara Stamm, die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Christine Haderthauer, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Frauen, sowie Irmgard Badura, die Beauftragte der Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung gemeinsam vorbildliche Unternehmen aus. Diese Firmen und Behörden geben behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt eine Chance.

Die Schirmherrschaft über „JobErfolg 2010“ hat der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer übernommen. Quer-Moderator Christoph Süß führt durch die Preisverleihung. Die Blinden Musiker München gGmbH sowie Oswald Utz, der kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt München sind weitere Aktive bei der Verleihung.

Ausgezeichnet werden drei Betriebe und Behörden, die eine Jury unter zahlreichen Bewerbungen ausgewählt hat. Den Preis für die Privatwirtschaft erhält heuer die Flughafen München GmbH, den Preis für den öffentlichen Dienst die Stadtverwaltung Aschaffenburg und den Ehrenpreis bekommt die Bäckerei Loskarn aus Bamberg.

Stimmen zur Preisverleihung:

Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Mit dieser Preisverleihung möchten wir wichtige Signale setzen: Wir wollen die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Erwerbsleben, und das möglichst auf dem ersten Arbeitsmarkt! Wir wollen mit Hilfe der Preisträger beweisen, dass es möglich ist, und wir wollen es all denjenigen zeigen, die glauben, der Aufwand sei zu hoch, die Integration in die bestehende Belegschaft sei zu schwierig, der Betrieb sei zu klein - um nur einige Vorwände zu nennen“.

Irmgard Badura: „Wir möchten ein Zeichen setzen, dass die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung vielfache Chancen bietet. Und zwar sowohl für die Beschäftigten mit und ohne Handycap als auch für die Unternehmen und Dienststellen selbst“.

Bayerns Arbeits- und Sozialministerium Christine Haderthauer: „Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben liegt mir besonders am Herzen! Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr den Preis JobErfolg an Unternehmen und Dienststellen verleihen können, die hier Besonderes geleistet haben. Die Preisträger sind leuchtende Vorbilder. Sie zeigen, dass sich Inklusion und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auszahlen! Nachahmung kann ich dringend empfehlen!“

Ministerpräsident Horst Seehofer: „Jeder Mensch sollte die Möglichkeit bekommen, seine Fä-higkeiten und Begabungen in der Arbeitswelt einzubringen und damit ein selbstbestimmtes Leben zu führen – sei es mit oder ohne Behinderung. Mit viel Herzblut, Fantasie und Teamgeist haben sich die Preisträger von „JobErfolg“ in ihren Unternehmen dafür eingesetzt, Menschen mit Behinderung eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Unternehmer und Arbeitgeber von diesem Format sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind ein Segen für unser Land, denn sie übernehmen ganz persönlich soziale Verantwortung.“

Die Wertung der Jury:


Flughafen München GmbH:
Die Flughafen München GmbH beschäftigt Menschen mit Behinderung über die Pflichtquote deutlich hinaus. Das Unternehmen ist außerdem Mitglied der Lebenshilfe Freising und kooperiert im Rahmen eines Projektes mit dieser Einrichtung der Behindertenhilfe. Besonders hervorzuheben unter den sehr vielfältigen Bemühungen ist das „Insourcing“ von Aufgaben im Betriebservice. Dadurch wurden zusätzliche Möglichkeiten zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung geschaffen.

Stadt Aschaffenburg:
Die Stadt Aschaffenburg zeigt besonderen Einsatz, um Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dies zeigt sich daran, dass Menschen mit Behinderung zum Teil schon lange dort beschäftigt sind. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beschäftigung älterer schwerbehinderter Menschen. Außerdem schafft die Stadt regelmäßig Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen mit Behinderung.

Bäckerei Loskarn, Bamberg
Bei der Bäckerei Loskarn handelt es sich um einen kleinen Handwerksbetrieb, der mit hohem persönlichen Einsatz und über die gesetzliche Verpflichtung hinaus Menschen mit Behinderung beschäftigt. Das Handwerksunternehmen ist verlässlicher Partner des Integrationsfachdienstes seit über 20 Jahren. Darüber hinaus engagiert sich der Betrieb seit vielen Jahren in verschiedenen Initiativen und übernimmt die Funktion eines Paten bei der Unterstützung der Eingliederung von Werkstattbeschäftigten. Im Rahmen dieser Partnerschaft besteht beispielsweise ein Außenarbeitsplatz der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Eigentümerfamilie und Unternehmen nehmen eine überregionale Vorbildfunktion wahr.

Medienvertreter sind zu der Preisverleihung herzlich eingeladen. Wir freuen uns, wenn Sie über die vorbildlichen Unternehmen berichten. /hw

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