Bayerischer Landtag

Kultur in der Natur: Ausstellung im Bayerischen Landtag über „DenkMal im Wald“ am 9.6.2010

Montag, 7. Juni 2010

München. Eine Ausstellung über Kulturgüter in der Natur ist vom 9. bis zum 25. Juni 2010 im Bayerischen Landtag zu sehen. „DenkMal im Wald! Kultur in der Natur“ ist der Titel der Schau, die am Mittwoch, 9. Juni 2010, um 12. 30 Uhr in der Eingangshalle-West des Maximilianeums eröffnet wird.

Das Programm:
Eröffnung und Begrüßung durch Reinhold Bocklet, 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags
Grußwort von Professor Dr. Markus Vogt, Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Bei der Ausstellung handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins für Nachhaltigkeit, des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und des Zentrums Wald Forst Holz Weihenstephan. Mit der Doppeldeutigkeit des Titels wird ganz bewusst auch auf Nachdenken und Innehalten angespielt. Der Besucher soll sich des Reichtums an Geschichte bewusst werden, der in den heimatlichen Wäldern schlummert.

Grabhügel, so alt wie Tut ench Amun, keltische und römische Zeugnisse aus der Zeit Christi oder Reste mittelalterlicher Burgen, die auch Kaiser Friedrich Barbarossa schon besucht hat – alle Zeiten haben einzigartige Spuren und Zeugnisse im Wald hinterlassen. Das Besondere: Im Wald können diese Denkmale jederzeit und von jedem an ihrem Originalstandort besucht werden. Darauf will die Ausstellung Lust machen. Sie präsentiert daher auf eindrucksvollen Tafeln eine Fülle dieser Kulturgüter, die in malerischen Waldgebieten in allen Regionen Bayerns liegen.

Die ältesten Bodendenkmale im Wald haben 30 Baumgenerationen überlebt und mehr als 100 Menschengenerationen unbeschadet überstanden. Heute drohen ihnen jedoch besondere Gefahren, auf die die Ausstellung auch aufmerksam machen will: Raubgräber und unsachge-mäßer Maschineneinsatz können diese uralten kulturellen Schätze innerhalb weniger Stunden unwiederbringlich zerstören. Heimat verliert dadurch Geschichte und Geschichte Substanz. Am besten geschützt sind die oft unscheinbaren Denkmale dann, wenn viele Menschen die Zeugnisse ihrer heimatlichen Geschichte kennen. Denn nur was man kennt, schätzt man und nur was man schätzt, schützt man.
Wie sanft und bodenschonend moderne Forstwirtschaft auch mit großen Maschinen arbeiten kann, zeigt ein Modell in der Ausstellung sehr anschaulich.

Nach dem Start im Landtag wird die Ausstellung in allen bayerischen Regierungsbezirken zu sehen sein. Die drei Veranstalter haben mit viel Fachkompetenz eine facettenreiche Ausstellung zusammengetragen. Der Verein für Nachhaltigkeit, der die Ausstellung initiiert hat, setzt sich für langfristiges Denken, wertebasiertes Handeln und zukunftsfähige Innovation ein.
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ist die Fachbehörde für den Erhalt allen historischen Kulturgutes in Bayern. Das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan bündelt die forstwissenschaftliche Ausbildung und Forschung in Bayern.

Kontakt:
Verein für Nachhaltigkeit e.V.; www.nachhaltigkeit-ev.de , 0176/63861577
Bayer. Landesamt für Denkmalpflege; www.blfd.bayern.de, 089/2114-245
Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan; www.forstzentrum.de, 08161/71-4951

Medienvertreter sind zur Ausstellungseröffnung herzlich eingeladen. /hw

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