Bayerischer Landtag

Landtagsempfang für Soldaten soll Tradition werden...

Mittwoch, 5. Mai 2010
Dank und Anerkennung für Rückkehrer aus Auslandseinsätzen

München. Hundert Soldatinnen und Soldaten aus ganz Bayern, die 2009 von Aus-landseinsätzen in Afghanistan und im Kosovo zurück gekommen sind, wurden heute im Bayerischen Landtag empfangen. Präsidentin Barbara Stamm kündigte an, dass dieses bisher einmalige Ereignis zur Tradition werden soll. „Wenn Sie mit einem parlamentari-schen Auftrag versehen im Ausland Ihren Dienst tun, dann gehört es sich, dass wir Ihnen für Ihren mutigen Einsatz unseren Dank aussprechen“, wandte sich Stamm an die Solda-tinnen und Soldaten. Deren Einsatz im Ausland sei für sie selber und für ihre Angehörigen mit großen Entbehrungen und persönlichen Belastungen verbunden. Gerade die jüngsten Ereignisse in Nordafghanistan hätten gezeigt, dass die Gefahren für Leib und Leben deut-lich gestiegen seien. „Wer diese Gefahren mutig auf sich nimmt und wer verantwortungs-bewusst seine Pflicht weitab von der Heimat erfüllt, der verdient unsere Hochachtung und unsere Anerkennung“, sagte Barbara Stamm bei der Begrüßung im Plenarsaal. General-major Gert Wessels, Befehlshaber im Wehrbereich IV Süddeutschland, wertete den Emp-fang im Parlament als Symbol der Verbundenheit: „Der Bayerische Landtag mit seinen Abgeordneten steht hinter seinen Soldatinnen und Soldaten. Die Bayerischen Volksvertre-ter und somit die Bevölkerung hat mehr als nur ein „freundliches Desinteresse“ an ihren Soldatinnen und Soldaten!“ In Zukunft gelte es, das Engagement im Ausland besser zu erklären und zu begründen. Ziel der internationalen Gemeinschaft müsse es sein, durch Verstärkung der ISAF-Kräfte und vor allem der afghanischen Sicherheitskräfte den Ein-fluss der Taliban zurück zu drängen. „Ich wünsche mir, dass wir erfolgreich sind, den in-ternationalen Terrorismus an seinen Ursprüngen einzudämmen und damit Risiken und Bedrohungen auch von Deutschland und Europa fern zu halten“, erklärte Gert Wessels. Der Landtagsabgeordnete Professor Peter Paul Gantzer, der den Empfang im Landtag initiiert hatte, verlangte eine bessere Ausrüstung der Soldaten. Dafür will er sich intensiv einsetzen. „Ich als alter Soldat muss betrübt feststellen, dass die Ausrüstung nicht so ist, wie sie sein sollte“, wandte sich Gantzer an die Rückkehrerinnen und Rückkehrer. Diese schilderten dann den Abgeordneten aus allen Fraktionen in persönlichen Gesprächen ihre Erlebnisse bei den Einsätzen. /hw

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