Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin bei Verleihung des Karl-Buchrucker-Preises: Soziale Themen sind dringend auf Platz in den Medien angewiesen

Montag, 15. März 2010

München. Soziale Themen sind dringend auf einen Platz in den Medien angewiesen. Nur so können die Anliegen wirksam in die Öffentlichkeit transportiert werden. Das betont Landtagspräsidentin Barbara Stamm in ihrer Festrede, die sie heute Abend bei der Verleihung des Karl-Buchrucker-Preises hält. Die Innere Mission München vergibt diese Auszeichnung heuer zum 10. Mal an Journalisten, die aktuelle soziale Themen aufgreifen.

Barbara Stamm wünscht sich eine kontinuierliche Berichterstattung, nicht nur reißerische Schlagzeilen wie derzeit bei der kontrovers und emotional geführten Diskussion um die Hartz-IV-Problematik. „Das Soziale ist kein fester, täglicher Bestandteil einer Zeitung oder eines Fernsehprogramms, wie zum Beispiel die Wirtschaft oder der Sport; sondern das Soziale wird mal mehr, mal weniger und manchmal gar nicht beachtet. Wenn man es sehr kritisch ausdrücken möchte, könnte man sagen: Soziale Themen sind leider oft nur „Saisonware“, bedauert die Landtagspräsidentin. Sie hat aber auch den Eindruck, dass in letzter Zeit Themen wie Bildung, Familie, Kinderbetreuung, Pflege und Vereinbarkeit von Beruf und Familie mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind und dass auch die Medien dafür mehr Sensibilität entwickelt haben. Als Grund vermutet Barbara Stamm, mit der Wirtschaftskrise seien Betriebsschließungen und der Verlust von Arbeitsplätzen näher an die Menschen herangerückt – die Betroffenheit sei größer geworden.

Das Anliegen der Landtagspräsidentin: „Die Medien sollen nicht nur über soziale Verantwortung berichten, sondern sie sollen soziale Verantwortung auch als Teil ihres gesellschaftlichen Auftrags verstehen und wahrnehmen.“ /hw

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