Bayerischer Landtag

Preisverleihung „JobErfolg 2010“ im Bayerischen Landtag

Freitag, 3. Dezember 2010

Ministerpräsident Seehofer, Landtagspräsidentin Stamm, Sozialministerin Haderthauer und Behindertenbeauftragte Irmgard Badura würdigen vorbildliche Integration von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz: „Faire Chancen für alle am Arbeitsmarkt oberstes Ziel in Bayern / Preis wichtiges Signal für gleich-berechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Erwerbsleben“.

Im Beisein von Ministerpräsident Horst Seehofer, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Sozialministerin Christine Haderthauer und der Behindertenbeauftragen Irmgard Badura wurde heute im Münchner Maximilianeum, dem Sitz des Bayerischen Landtags, zum sechsten Mal der Preis „JobErfolg“ für herausragende Integration von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz verliehen. In seiner Ansprache lobte Ministerpräsident Horst Seehofer, Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung, das herausragende Engagement, Menschen mit Behinderung eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Seehofer: „Die heutigen Preisträger stehen stellvertretend für viele Arbeitgeber und Betriebe, die sich dieser sozialen Verantwortung stellen. Der Preis „JobErfolg“ ist ein öffentlicher Appell an alle Arbeitgeber im Freistaat, Menschen mit Behinderung in ihrem Unternehmen zu beschäftigen. Die Preisträger haben sich in ihren Unternehmen mit viel Herzblut, Fantasie und Teamgeist dafür eingesetzt, Menschen mit Behinderung erfolgreich ins Arbeitsleben zu integrieren. Sie sind Vorbilder für eine solidarische Gesellschaft. Die Botschaft von heute heißt: Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft und damit auch in jeden Betrieb in Bayern.“

Landtagspräsidentin Barbara Stamm betonte die große Bedeutung von „JobErfolg“: „Diese Preisverleihung soll wichtige Signale setzen: Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Erwerbsleben, und das möglichst auf dem ersten Arbeitsmarkt, muss selbstverständlich werden. Die Preisträger beweisen, dass es möglich ist und widerlegen vorgeschobene Argumente, wie der Aufwand sei zu hoch, die Integration in die bestehende Belegschaft sei zu schwierig oder der Betrieb sei zu klein.“

Auch Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer liegt die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben am Herzen. Haderthauer: „Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr den Preis ‚JobErfolg‘ an Unternehmen und Dienststellen verleihen können, die hier Besonderes geleistet haben. Die Preisträger sind leuchtende Vorbilder. Sie zeigen, dass sich Inklusion und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auszahlen! Nachahmung kann ich dringend empfehlen!“

Der Preis „JobErfolg“, gestiftet und jährlich vergeben vom Bayerischen Landtag, dem Bayeri-schen Sozialministerium sowie der Beauftragten der Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung wird in den Kategorien „öffentlicher Dienst“, „Privatwirtschaft“ und „Ehrenpreis“ verliehen. Für den öffentlichen Dienst erhält in diesem Jahr die Stadtverwaltung Aschaffenburg die Auszeichnung für ihren besonderen Einsatz für ältere Menschen mit Behinderung und die Angebote von praxisnaher Berufsausbildung für schwerbehinderte Jugendliche. Der Preis für die Privatwirtschaft geht an die Flughafen München GmbH für eine Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung deutlich über der Pflichtquote und die hervorragende Kooperation mit der Lebenshilfe Freising. Mit dem Ehrenpreis 2010 wird die Bäckerei Loskarn in Bamberg geehrt. Dieser kleine Handwerksbetrieb beschäftigt mittlerweile seit zwei Jahrzehnten erfolgreich behinderte Menschen unter anderem in der Backstube und im Service.

Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und Initiatorin des Preises, sagte zur heutigen Verleihung: „Wir möchten ein Zeichen setzen, dass die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung vielfache Chancen bietet. Und zwar sowohl für die Beschäftigten mit und ohne Handicap als auch für die Unternehmen und Dienststellen selbst.“

Um die Menschen mit Behinderung noch besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren, hat der Freistaat zahlreiche Maßnahmen ins Leben gerufen. Allein elf Berufsbildungswerke und fünf Berufsförderungswerke mit insgesamt 5.400 Plätzen schaffen die Infrastruktur für eine Erstausbildung und berufliche Qualifizierung. 220 Werkstätten für behinderte Menschen bieten rund 32.000 Plätze zur beruflichen Rehabilitation und Beschäftigung.

Zusätzlich werden in 91 Integrationsprojekte 3.300 Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, davon 1.700 für schwerbehinderte Menschen im ersten Arbeitsmarkt. Bayern setzt außerdem auf Sonderprogramme zur besseren Teilhabe am Arbeitsleben, darunter das Arbeitsmarktprogramm „Chancen Schaffen“ mit einem Förderumfang von 5,6 Mio. Euro, bei dem zusätzlich Arbeits- und Ausbildungsplätze in Integrationsprojekten und Unternehmen gefördert werden. Ebenso unterstützen die Bund-Länder-Initiative „Job 4000“ und die „Werkstatt Inklusiv“ Ar-beitsplätze für Menschen mit Behinderung. /ms

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