Bayerischer Landtag

„Award Wegbereiter“ für Politiker Franz Maget und Joachim Unterländer

Freitag, 2. Dezember 2011
Der Gehörlosenverband München und Umland e. V. hat den „Award Wegbereiter“ an die Politiker Franz Maget und Joachim Unterländer verliehen. Beide haben Meilensteine auf dem Weg gesetzt, die Situation gehörloser Menschen in wichtigen Bereichen zu verbessern, sagten Vorstandsmitglied Christian Schönbeck und Geschäftsführer Rudi Sailer bei der Übergabe des Preises am Freitag, 2. Dezember 2011 im Maximilianeum.

Als Beispiele für das Engagement von Maget und Unterländer nannten die Vertreter des Gehörlosenverbandes den Kampf um die Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache, den Bau des neuen Gehörlosenzentrums in München, barrierefreie Medien, das Landesgleichstellungsgesetz und die Gründung des Gehörloseninstituts in Bayern.

„Den Preis, den wir bekommen haben, hätte eigentlich der Gehörlosenverband verdient. Er war der Ideengeber. Wir haben die Ideen aufgegriffen und weitergetragen. Wenn wir dabei erfolgreich waren, freut uns das sehr“, kommentierte Franz Maget (SPD), Vizepräsident des Bayerischen Landtags, die Auszeichnung. Sein CSU-Kollege Joachim Unterländer, stellvertretender Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses, wertete den „Award Wegbereiter“ als Zeichen für die gute Partnerschaft zwischen der Politik und dem Gehörlosenverband. Das Engagement von Franz Maget geht auf die 1980-er Jahre zurück, als er noch Bezirksrat war. „Auf einem Parteitag der SPD 1991/92 hat er uns als erster die Möglichkeit gegeben, eine öffentliche Rede zu halten“, erinnerte Rudi Sailer bei der Preisübergabe. Joachim Unterländer engagiert sich seit den 1990-er Jahren dafür, die Lebenssituation gehörloser Mitbürger zu verbessern. Derzeit setzt er sich für eine universitäre Ausbildung der Gebärdensprachdolmetscher ein.

Mit dem „Award Wegbereiter“ zeichnet der Gehörlosenverband München Menschen aus, die ihn dabei unterstützen, Barrieren zur Gleichstellung und Gleichbehandlung zu entfernen. /hw

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