Bayerischer Landtag

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Landtagspräsidentin legt in KZ-Gedenkstätte Dachau Kranz nieder

Mittwoch, 26. Januar 2011

München. Am 27. Januar ist der Internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass legt Landtagspräsidentin Barbara Stamm um 10.30 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Dachau einen Kranz nieder. Der Besuch erfolgt gemeinsam mit führenden Vertretern der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.

Barbara Stamm wird bei der Kranzniederlegung am Internationalen Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte Dachau von Max Mannheimer und Jack Terry begleitet, den Sprechern der Überlebenden der Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg. Dabei sind außerdem Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der Gedenkstätte Dachau und Dr. Jörg Skriebeleit, Direktor der Gedenkstätte Flossenbürg. Freller wertet es als besondere Geste, dass die Landtagspräsidentin an diesem Tag die KZ-Gedenkstätte in Dachau besucht. „Bayern zeigt, dass es ihm ernst ist, das Ge-denken an die Opfer aufrecht zu erhalten!“

Barbara Stamm will mit ihrer Geste an alle Menschen erinnern, die zwischen 1933 und 1945 unter den Nationalsozialisten in Bayern und aus Bayern stammend ihr Leben auf grausame Weise verloren haben. Der 27. Januar 1945 stehe auch für einen politischen und moralischen Neubeginn in Deutschland und in Europa. „Die Erfahrung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft stand den Frauen und Männern der ersten Stunde als mahnendes und abschreckendes Beispiel vor Augen. Damals bauten sie eine neue staatliche Ordnung auf, die auf der Unantastbarkeit der menschlichen Würde und auf den Freiheitsrechten des Einzelnen beruht“, erklärt die Landtagspräsidentin und betont: „Das ist der tiefere Sinn des Gedenkens am 27. Januar. Er ist und bleibt fester Bestandteil unserer demokratischen Kultur.“

Nach der Kranzniederlegung führen Barbara Stamm und die anwesenden Überlebenden in der rekonstruierten Baracke ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern des Josef-Effner-Gymnasiums in Dachau.

Der 27. Januar ist seit 1996 der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und bezieht sich auf die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945.

Folgender Ablauf ist vorgesehen:
10 Uhr: Ankunft der Delegation im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte – Anfahrt über Pater-Roth-Straße
10.20 Uhr: Gemeinsamer Gang zum Internationalen Mahnmal
10.30 bis 11 Uhr: Kranzniederlegung mit kurzen Ansprachen
11 bis 11.45 Uhr: Gespräch mit Schülerinnen und Schülern des Josef Effner-Gymnasiums Dachau. Die Moderation hat der Lehrer Dr. Robert Sigel, Mitglied der Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research.

Medienvertreter sind zu allen Programmpunkten herzlich eingeladen. /hw

Seitenanfang