Bayerischer Landtag

„Hier spricht die Stimme des Freien Europa“ Ausstellung über Radio Free Europe im Landtag

Freitag, 24. Juni 2011

München. „Hier spricht die Stimme der freien Tschechoslowakei, das Radio Freies Europa.“ Mit diesen Worten nahm der amerikanische Radiosender „Radio Free Europe“ in München am 1. Mai 1951 seinen regulären Sendebetrieb auf.

An dieses Ereignis erinnert die Ausstellung „Stimmen der Freiheit – Radio Free Europe im Kalten Krieg.“ Reinhold Bocklet, 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags, eröffnet sie

am Mittwoch, 29. Juni 2011, 12.30 Uhr,
in der Eingangshalle West des Maximilianeums.

Dr. Rudolf Jindrák, Botschafter der Tschechischen Republik in Berlin, spricht ein Grußwort.

Die Ausstellung blendet zurück auf die Zeit des Kalten Krieges, als ein unüberwindlicher Zaun Europa in zwei Blöcke spaltete - in den freien Westen und den sozialistischen Osten. Was Menschen verwehrt war, schafften Radiowellen: Sie durchdrangen den Eisernen Vorhang. Emigranten aus der Tschechoslowakei, aus Polen, Bulgarien, Rumänien und Ungarn machten in München Radio für ihre Landsleute, boten ihnen eine alternative Berichterstattung über den Westen. Die „Stimme der Freiheit“ sprach viele Sprachen. In der Geschichte des Senders spiegeln sich die wichtigsten Ereignisse in den Zeiten des Kalten Krieges wieder: der Ungarnaufstand 1956 zum Beispiel, der Prager Frühling, den Truppen des Warschauer Paktes am 21. August 1968 niederwalzten, die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986, die Ereignisse in der Deutschen Botschaft in Prag im August 1989, als dort Tausende von DDR-Bürgern Zuflucht suchten und ihnen am 30 September die Ausreise in den Westen erlaubt wurde.

Die Ausstellung schildert ausgewählte historische Ereignisse. Zu sehen sind Videos mit Zeitzeugeninterviews, die Studenten des Elitestudiengangs an der Ludwigs-Maximilians-Universität München gedreht haben.

Veranstalter ist das Tschechische Zentrum München gemeinsam mit dem Institut zur Erforschung totalitärer Regime in Prag, dem Elitestudiengang Osteuropa an der LMU, der Universität Regensburg und dem Collegium Carolinum in München.

Medienvertreter sind zur Eröffnung herzlich eingeladen. Wir freuen uns, wenn Sie über die Ausstellung berichten. /hw

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