Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Stamm steht voll hinter den Hausärzten - Ziel ist Hausarztvertrag nach altem Recht

Montag, 23. Juli 2012

Landtagspräsidentin Barbara Stamm unterstützt voll das Anliegen der Hausärzte in Bayern, wieder Verträge nach altem Recht zu bekommen. In ihrer Rede heute Abend beim Bayerischen Hausärztetag in Erlangen bezeichnet es die Sozialpolitikerin als großes Anliegen, dass der Paragraph 73b Sozialgesetzbuch V zur Regelung der hausärztlichen Versorgung in seiner ursprünglichen Fassung wieder eingeführt wird. Derzeit gebe es für eine Änderung auf bundespolitischer Ebene keine Mehrheit, räumt Stamm ein; die Suche nach Verbündeten sei deshalb das Gebot der Stunde. Sie habe Ministerpräsident Horst Seehofer bereits als Mitstreiter gewonnen. Er habe ihr in einem Gespräch zugesagt, alles dafür zu tun, damit die ursprüngliche Fassung des Paragraphen 73b SGB V wieder Gültigkeit haben werde, berichtet Barbara Stamm. Für die Landtagspräsidentin, die in Erlangen als Festrednerin auftritt, ist dieser Paragraph ein wichtiger Baustein, um die hausärztliche Versorgung nachhaltig zu unterstützen. Vor allem angesichts der demografischen Entwicklung in Bayern müsse alles getan werden, um den Hausärzten eine gute Existenz zu sichern. „Als Familienärzte sind sie eine feste Institution in unserer Gesellschaft und ein Teil des sozialen Gefüges, gerade im ländlichen Raum. Auf keinen anderen Arzt trifft das Wort „Medicus“, ein Begleiter, so zu wie auf den Hausarzt. Er ist der erste und nächste Absprechpartner für alle Menschen, unab-hängig von Alter, Herkunft und Religion“, betont Barbara Stamm. Die Sozialpolitikerin tritt auch für eine bessere Ausbildung der Allgemeinärzte ein und unterstützt dabei das Vorhaben von Gesundheitsminister Marcel Huber, an jeder medizinischen Fakultät eine eigenständige Einrichtung – einen Lehrstuhl oder ein Abteilung – für Allgemeinmedizin einzurichten. Die Universität Nürnberg-Erlangen sei damit im kommenden Wintersemester 2012/13 an der Reihe. Stamm wünscht sich das auch für die Universität Würzburg. /zg

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